F1 – Korb famos, Waiblingen desaströs

5. Dezember 2016

SC Korb – VfL Waiblingen 34:21 (15:6) / Vanessa Nagler erzielt erneut 17 Tore

In der vergangenen Saison hatten die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen beim damaligen Aufsteiger SC Korb eine furchtbare Klatsche eingesteckt. Und genau so ist es im Derby am Samstag wieder gekommen: Die besonders in der Defensive großartig agierenden Korberinnen waren eine Klasse besser als die desolaten Gäste und feierten einen 34:21-Kantersieg.

Es ist ein Genuss, Vanessa Nagler zuzuschauen. Die Korberin trifft derzeit, wie sie will. Ganz vorne in der exzellent funktionierenden 3:2:1-Deckung agierend, erzielte die pfeilschnelle Spielerin nach abgefangenen Bällen mehrere Gegenstoßtore. Darüber hinaus war sie aus dem Positionsspiel heraus treffsicher und verwandelte überdies alle neun Siebenmeter. Wie schon gegen Brombach warf Nagler insgesamt 17 Tore und war damit fast so erfolgreich wie die komplette Waiblinger Mannschaft.

Die hatte schon in der vergangenen Saison in der Ballspielhalle gegen das quirlige Korber Team sehr alt ausgesehen. Da war noch die junge Monika Haiber für den VfL verantwortlich gewesen. Doch auch diesmal mit der erfahrenen Trainerin Kerstin Zimmermann, unter der sich der VfL stabilisiert hatte, war Waiblingen chancenlos. Das lag zunächst einmal an der Mannschaft des SC, die wenige Fehler machte und ihre Möglichkeiten abgezockt und eiskalt ausnutzte. Die Abwehr war ein Bollwerk und drängte den VfL zeitweise bis hinter die Neun-Meter-Linie zurück. Und vorne spielte Korb schnell und effizient. Trainer Jürgen Krause wechselte wie immer regelmäßig durch, doch die Qualität auf dem Feld ließ nie nach.

Waiblingen: Haarsträubende Schwächen im Abschluss

Dass die Gastgeberinnen derart leichtes Spiel hatten, war jedoch auch dem Waiblinger Unvermögen geschuldet. Vielleicht auch aufgrund mangelnder Einstellung beging das Team gleich reihenweise technische Fehler. Hinzu kamen haarsträubende Schwächen im Abschluss, viele Bälle waren sichere Beute der guten SC-Torhüterinnen Lena Idler und Sarah Wachter. Und hinten kamen die Gäste oft einen Schritt zu spät, daraus resultierten zu viele Siebenmeter.

Gerade einmal sechs Törchen erzielte der VfL in Hälfte eins. Mit so einem Verlauf war zu Beginn der Partie nicht zu rechnen gewesen. Die Teams waren gleichwertig, in der 15. Minute traf Nagler per Strafwurf zum 7:5. Beim 8:5 schrillten bei Zimmermann jedoch die Alarmglocken. Sie nahm eine Auszeit, die jedoch verpuffte. Denn danach traf Lisa Friedrich zwar zum 8:6 (16.), doch das war’s dann auch. Halbzeitübergreifend blieb der VfL unglaubliche 16 Minuten lang ohne Tor. Korb zog mit hohem Tempo und großer Konzentration unwiderstehlich davon und brach den Gästen schon vor der Pause das Genick. Zur Halbzeit stand es 15:6 für den SC.

Nach der Pause war zumindest kurzfristig zu sehen, dass sich Waiblingen gegen das drohende Debakel stemmen wollte. Die Spielerinnen zeigten größeren Einsatz, der sich allerdings viel zu wenig in Toren niederschlug. Schnell war der letzte Widerstand gebrochen, Nagler – ja, schon wieder Nagler – traf in der 39. Minute mit ihrem zehnten Tor zum 20:12.

Bei Korb klappte fast alles, die Spielerinnen strahlten sich an und demontierten Waiblingen mit Spielwitz und viel Tempo. Die nach ihrer Verletzungspause erstmals wieder aufgebotene Jasmin Dirmeier trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein und wurde von den Korber Fans besonders frenetisch gefeiert. Zwar war Nagler überragend, doch vor allem präsentierte sich der Tabellenzweite als funktionierende, starke Einheit, die in dieser Form zu den heißen Aufstiegskandidaten zählt. Waiblingen dagegen verstrickte sich oft in Einzelaktionen und war dadurch leicht ausrechenbar.

Der SC Korb siegte hochverdient mit 34:21 und bleibt punktgleich mit Spitzenreiter Allensbach. Während Waiblingen in der Krise steckt: Nur drei Punkte sind’s bis zum ersten Abstiegsplatz, und am kommenden Samstag wird es, wenn sich das Team nicht am Riemen reißt, die nächste Niederlage setzen. Zu Gast ist im letzten Vorrundenspiel der Tabellendritte HCD Gröbenzell. Korb dagegen peilt in Bietigheim einen weiteren Erfolg an.

SC Korb: Idler, Wachter; Staiger (1), Feucht (2), Itterheim (1), Nagler (17/9), Dirmeier (1), Gruber (1), Buck (1), Holder (4), Hammer (3), Stumpp (2), Cyklarz, Hojczyk (1).

VfL Waiblingen: Ionita, Nagy; Stadler (1), Beyerle (1), Frick (3), Bauer, Seitzer (3), Remsing, Langenberg, Friedrich (3/1), Nikolovska (2), Goldmann (2), Bagocsi (3), Hagen (3/1).

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