M1-Bittere Auswärtsniederlage nach schwächster Saisonleistung

27. November 2016

TSV Altensteig – VfL Waiblingen Handball 27:22 (8:10) 

[fa] Nach den starken Auftritten der vergangenen Wochen und der tollen Ausbeute von 8:2 Punkten hatten einige damit gerechnet, dass irgendwann auch mal wieder eine schlechtere Leistung folgen würde. Dass diese jedoch so gravierend schlecht ausfiel, hatte kaum jemand erwartet.

35 Minuten lang bekamen die mitgereisten Waiblinger Fans ein Spiel geboten, das sie auf diese Art und Weise noch selten gesehen hatten. Die sehr gut agierende Gästeabwehr zwang die Altensteiger Schützen zu meist verzwungenen Würfen. Zudem stand im Remstäler Tor mit Marc Krammer ein Keeper, der nicht nur alles hielt, was man halten musste sondern darüber hinaus noch einige spektakuläre Paraden zeigte. Lediglich neun Treffer ließ diese sehr gute Tigers-Defensive in diesen 35 Minuten zu. Alles war angerichtet für einen deutlichen Erfolg in der Fremde. Doch halt, zu einem Erfolg gehört ja auch noch der Angriff, explizit der Torwurf. Und was sich hier in den ersten 35 Minuten abspielte war schlicht und ergreifend unbeschreibbar. Natürlich steht im Altensteiger Tor mit Milos Slaby ein Torhüter, der auch sein Fach beherrscht. Andererseits besticht Slaby mit seinen 44 Jahren vor allem durch herausragendes Stellungsspiel und nicht mehr durch Beweglichkeit. Allein fünfzehnmal scheiterte der VfL in diesen 35 Minuten bei völlig freien Wurfchancen. Drei Siebenmeter, freie Harpunen, es war nur schwer mitanzusehen, wie diese Würfe das Altensteiger Tor komplett verfehlten, an dessen Begrenzung landeten oder vom stehenden Torhüter abprallten. Es war schlicht und ergreifend zum Haareraufen. Sowohl beim 7:4 nach 20 Minuten oder beim 10:7 kurz vor der Halbzeit – immer wieder verpassten es die Gäste auf mindestens vier, fünf, sechs oder noch mehr Tore davonzuziehen und den Gastgebern den vorzeitigen Knockout zu verpassen. Ab der 35. Minute wurde es dann so richtig psychologisch. Die katastrophale Schussleistung dehnte sich nun auf das gesamte Waiblinger Spiel aus. Die bis dahin so überragende Defensive funktionierte nun auch nicht mehr und im Angriff scheiterten die Schützen nun bereits an der TSV Abwehr oder an eigenen technischen Unzulänglichkeiten. In nur zwei Minuten erzielte das Heimteam den 12:12 Ausgleich, es folgte eine weitere Fehlerorgie beider Mannschaften bis zum 14:14, ehe Altensteig in den nächsten sieben Minuten den entscheidenden 5:0 Lauf ansetzen konnte, der auch von einer Waiblinger Auszeit nicht gestoppt wurde. Erst nach dem 24:16 zeigte der VfL in den letzten fünf Minuten, als die Begegnung längst verloren war, wie einfach das Tore schießen auch gegen Slaby geht, doch zu diesem Zeitpunkt war natürlich auch überhaupt kein Druck mehr vorhanden. Positiv herauszuheben im Waiblinger Angriff ist sicherlich der sechsfache Torschütze Lukas Baumgarten, der am Kreis auch eine sehr gute Wurfquote zu verzeichnen hatte. Auch bei Robin Brugger gab es neben Schatten auch einige lichte Momente, während alle anderen eingesetzten Rückraumspieler ihren rabenschwarzen Tag möglichst schnell verarbeiten oder vergessen sollten. Der VfL vergab damit eine sehr einfache Chance, sein positives Punktekonto auszubauen und muss sich möglichst schnell auf die positiven Auftritte der nahen Vergangenheit zurückbesinnen.

VfL Waiblingen: Krammer, Seeger; Brugger 4, Grüninger 2, Linsenmaier, Melo 3, Luckert, Ader, Babjak 3, Gneiding 3/2, Schwarz, Baumgarten 6, Marjanovic 1, Baumann.

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