F1 – Korb nach intensivem Derby in der dritten Runde

2. November 2016

Handball-Verbandspokal, Frauen, 2. Runde: SC Korb – VfL Waiblingen 27 :21 (15:12) / Insgesamt neun Zeitstrafen

[twa] Intensiv geführt worden ist das Drittliga-Derby in der zweiten Runde um den Handball-Verbandspokal der Frauen. Am Ende setzte sich der SC Korb mit 27:21 (15:12) gegen den VfL Waiblingen durch. Der Jubel in der Korber Ballspielhalle hielt sich jedoch in Grenzen: Ein Todesfall in der Abteilung überschattete die Partie.


Die Korberinnen legten mächtig los, sie nutzten die vielen technischen Fehler und Fehlzuspiele des VfL konzentriert und eiskalt aus. Beim 6:1 nach sieben Minuten hatte die Spielmacherin Lana Holder, teilweise unbehelligt, bereits viermal getroffen. Die frühe Auszeit der Waiblinger Trainerin Kerstin Zimmermann brachte zunächst keine Besserung. Der SCK wirkte frischer, beweglicher und ballsicherer. Mit einem Doppelschlag sorgte Vanessa Nagler beim 10:4 für die erste Sechs-Tore-Führung (18.).


So eindeutig indes blieb das Derby nicht. Die gute Cora Goldmann verkürzte auf 7:11 (20.) und die wurfgewaltige Barbara Bagocsi auf 8:12 (22.). Die Defensive des VfL stand nun deutlich kompakter und agierte aggressiver. Korb hatte Probleme, die Lücken zu finden im Positionsspiel. Zwischen der 20. und 29. Minute gelangen dem Heimteam lediglich zwei Treffer, beim 14:12 war Waiblingen wieder dran – und hatte mit der Schlusssirene der ersten 30 Minuten Pech: Ein direkter Freiwurf von Caren Hammer trudelte abgefälscht in den Waiblinger Kasten zum 15:12-Halbzeitstand im mittlerweile hektischen und zerfahrenen Spiel.

Spannung für den zweiten Durchgang war jedoch garantiert – und tatsächlich wurde es noch enger. Goldmanns Treffer zum 16:16 in der 36. Minute bedeutete den ersten Ausgleich im Spiel. Nun stieg die Fehlerquote beim SC Korb, bedingt auch durch die starke Defensive des VfL. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball, auch die Korber Deckung war gut organisiert. Spielerische Akzente dagegen gab es eher selten.

Korb holte sich die Führung rasch zurück. Lea Gruber setzte sich beim 20:17 energisch durch (42.), dann handelte sich die VfL-Spielerin Tabea Bauer eine unnötige Zeitstrafe ein. Die nächste Strafe indes war weitaus umstrittener und erzürnte die Waiblinger Bank: Bagocsi soll ihre Hinausstellung mit einem Klatschen beantwortet haben. Die Folge: zweimal zwei Minuten (45.). Diese Unterzahl brachte Waiblingen entscheidend auf die Verliererstraße. Der SCK zog auf 23:19 davon (49.). Bagocsi und Cornelia Langenberg ließen den VfL beim 23:21 (51.) noch einmal hoffen. Doch die Korber Torhüterin Sarah Wachter parierte anschließend zweimal prächtig. Petra Feucht (2), Hammer und Sina Stumpp besiegelten den verdienten, wenngleich etwas zu hohen 27:21-Sieg des SC Korb.



SC Korb: Wachter, Ege; Staiger (1), Feucht (3), Itterheim (2), Nagler (6), Gruber (2), Buck, Holder (6/2), Hammer (3/2), Stumpp (1), Cyklarz (2), Hojczyk (1).



VfL Waiblingen: Nagy; Stadler, Frick (3), Bauer (1), Seitzer, Remsing, Langenberg (2), Friedrich (2/1), Nikolovska (2), Castro, Goldmann (4), Bagocsi (6/2), Sinah Hagen (1), Sarah Hagen.


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Einen harten Kampf lieferten sich die beiden Drittligisten VfL Waiblingen (links Lisa Friedrich und Torhüterin Tünde Nagy) und der SC Korb (hier Hanna Hojczyk beim Wurf) in der zweiten Pokalrunde. Der SCK setzte sich am Ende, wenn auch etwas zu hoch, mit 27:21 durch. Bild: Layher

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