F1 – Siege sind für Waiblingen und Korb Pflicht

14. Oktober 2016

ZVW.de vom 14.10.2016

VfL will gegen Birkenau zurück in die Spur finden / SC klarer Favorit gegen Pforzheim

[zvw] Nach der Niederlage in Kandel sind die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Birkenau gefordert. Ein Sieg soll her. Eine vermeintlich leichte Aufgabe hat der SC Korb. Zu Gast ist der punktlose Tabellenletzte HSG TB/TG Pforzheim.

VfL Waiblingen (7. Platz, 4:2 Punkte) – TSV Birkenau (9. Platz, 2:4 Punkte; Samstag, 18 Uhr). Das 29:32 beim Wiederaufsteiger TSV Kandel war der erste Rückschlag für den VfL in der laufenden Saison. Einen Tag, an dem gar nichts zusammenlief, hatte die Waiblinger Trainerin Kerstin Zimmermann gesehen. Zwar seien, das habe sogar der Gegner bestätigt, einige Schiedsrichterentscheidungen in entscheidenden Situationen nicht nachvollziehbar gewesen. Die Niederlage hätte sich die Mannschaft des VfL dennoch selbst zuzuschreiben: „Es war eine sehr schlechte Vorstellung von uns, vor allem in der Abwehr, inklusive Torhüter.“ Allein die für ihre Wurfstärke bekannte ehemalige Bundesligaspielerin Christina Wilhelm schenkte dem VfL zehn Tore ein.

Keine Waiblinger Spielerin habe sich gut präsentiert, bemängelt Zimmermann, die sich sehr über die unnötigen Punktverluste zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison ärgert. „Da kann man nur auf eine Reaktion hoffen.“ Waiblingen müsse im Heimspiel gegen den TSV Birkenau Wiedergutmachung betreiben. „Ich weiß, dass meine Mannschaft gut decken kann.“ Erneut gilt es für den VfL, eine überragende Rückraumspielerin in den Griff zu bekommen: Lena Kahnert, die größte Leistungsträgerin des TSV.

Der Aufsteiger wird den Waiblingerinnen schon körperlich einiges abverlangen. „Birkenau spielt eine unwahrscheinlich aggressive 3:2:1-Deckung, die sehr hart zupackt. Da muss man damit rechnen, mehr auf die Finger zu bekommen.“ Ein wichtiger Aspekt werde sein, inwieweit die Schiedsrichter die Härte des TSV zulassen.

Um in der Rundsporthalle gegen die offensive Abwehr der Gäste zu Chancen zu kommen, sei der VfL gefordert, den Ball schnell laufen lassen. „Ein Sieg wäre wirklich sehr wichtig“, sagt Kerstin Zimmermann mit Blick auf die schweren Spiele gegen die starken Teams aus Allensbach (auswärts) und Freiburg (Heimspiel). Das Ziel des VfL lautet, möglichst schnell dafür sorgen, diesmal nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Barbara Bagocsi ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ob sie schon gegen Birkenau zum Einsatz kommt, ist allerdings fraglich.

SC Korb (3. Platz, 4:2 Punkte) – HSG TB/TG Pforzheim (12. Platz, 0:6 Punkte; Samstag, 20 Uhr). Was die Punkteausbeute angeht, ist SC-Trainer Jürgen Krause bislang ebenso zufrieden wie mit dem körperlichen Zustand der Mannschaft. „Kondition und Kraft stimmen.“ Allerdings hapere es auf dem Feld noch am spielerischen Verständnis. Das betreffe insbesondere die Laufwege. So habe das Team die vergangene Partie beim ESV Regensburg nur dank der am Ende größeren Kraftreserven recht deutlich gewonnen (31:26). Die ersten 20 Minuten hatten Krause überhaupt nicht gefallen: „Eine Katastrophe.“ Dann hätten sich die Spielerinnen aber gefangen.

Der Sieg war für Korb schön, doch er wurde teuer erkauft. Jasmin Dirmeier zog sich eine schwere Verletzung an der Nase zu und wird vier bis sechs Wochen fehlen. Nach Jessica Krug (Knöchel) ein weiterer herber Verlust. Krause: „Jasmin ist von Spiel zu Spiel besser geworden und war für uns vorne wie hinten enorm wichtig.“ Glücklicherweise habe sich in dieser Notsituation Hanna Fenske dazu bereiterklärt, in den kommenden Partien auszuhelfen. Sie hatte ausbildungsbedingt eigentlich schon mit dem Handball aufgehört.

Trotz aller Probleme hält der SC Korb an seinem Ziel fest, besser abzuschneiden als in der vergangenen Saison. Als Aufsteiger war das Team Vierter geworden. In der neuen Spielzeit haben selbst die Ligafavoriten Allensbach, Gröbenzell und Möglingen schon zwei Verlustpunkte auf dem Konto. Sieben Mannschaften inklusive Korb und Waiblingen sind nach drei Partien punktgleich. Das spricht für die Ausgeglichenheit der Liga. Nur ein Team ist noch ohne jeden Zähler: die von Querelen geschüttelte HSG Pforzheim.

Und gegen diese Mannschaft wird Korb am Samstag in der Ballspielhalle sein erstes Heimspiel bestreiten. Eine klare Sache? Nun ja: „Auf dem Papier sind wir Favorit, aber jetzt kommt noch der Kopf dazu. Wir dürfen diesen Gegner nicht unterschätzen.“ Doch Krause lässt keinen Zweifel daran, was er erwartet: „Das Spiel müssen wir gewinnen, ohne wenn und aber. Wir wollen unserem Publikum zeigen, wie weit wir schon sind.“ Fehlen werden beim SC nur Krug und Dirmeier.

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