F1 – Hohe Hürde für VfL

28. Oktober 2016

ZVW.de 28.10.2016

Waiblingen erwartet starke Freiburger

VfL Waiblingen (5. Platz, 6:4 Punkte) – HSG Freiburg (7. Platz, 4:4 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). „Es ist eine wunderbare Geschichte, wenn man beim Aufstiegsaspiranten 31 Tore wirft, sagt Kerstin Zimmermann. Weil der VfL aber 35 Tore in Allensbach kassierte, stand er am Ende mit leeren Händen da. Die Trainerin war sowohl geschockt als auch angetan vom Auftritt ihrer Mannschaft. In der ersten Spielhälfte hatte Waiblingen eine furchtbare Leistung gezeigt. „Das ist nicht in Worte zu fassen.“ Dann fällt Zimmermann doch noch etwas ein: „Desolat, als wären wir nicht anwesend gewesen.“ Die Quittung war ein deprimierender 11:21-Rückstand zur Halbzeit. Gelegen habe der beileibe nicht nur an der Abwehr. Schuld gewesen seien auch zahlreiche Ballverluste, die zu leichten Gegenstoßtoren führten.


Was der VfL aber nach der Pause zeigte, nötigt der Trainerin großen Respekt ab. Das Team habe Handball „zelebriert“ und Moral bewiesen. „Da bin ich stolz auf meine Mannschaft. Es ist schade, dass es nicht noch für einen Zähler gereicht hat.“ Zwei Minuten vor Schluss war Waiblingen, auch dank Barbara Bagocsi, die nach auskurierter Verletzung immer besser in Tritt kommt, nur noch mit einem Treffer zurückgelegen. Doch Allensbach erhöhte noch einmal und brachte den Sieg nach Hause.

Erneuter Gradmesser

Das kommende Heimspiel gegen Freiburg bedeutet für Zimmermann den zweiten großen Gradmesser in Folge. Zwar hat die HSG nur 4:4 Punkte, die Niederlagen stammen jedoch aus den Partien gegen die Topfavoriten Allensbach und Möglingen. Freiburg sei seit Jahren eine Konstante in der 3. Liga, so Zimmermann. „Es ist eine ausgewogene, eingespielte Mannschaft, die auch die Option hat, einen siebten Feldspieler einzusetzen.“ Weil es aber für den VfL ein Heimspiel und sie vom Können ihres Teams überzeugt ist, erwartet die Trainerin eine Partie auf Augenhöhe. Sehen von Waiblingen will Zimmermann eine aggressive Abwehr und ein schnelles Spiel nach vorne. „Und wir müssen die technischen Fehler abstellen.“ Ein Sieg wäre wichtig, „wir brauchen wieder ein positives Erlebnis“. Aus privatem Grund fehlen wird Nina Beyerle.

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Die Mannschaft von VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann braucht gegen Freiburg
eine Topleistung, um die Punkte in Waiblingen zu behalten. Bild: Steinemann

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