F1 – Erste ganz harte Nuss für Waiblingen

21. Oktober 2016

Handball, 3. Liga Süd: Der VfL muss zum SV Allensbach, einem der Aufstiegsfavoriten

ZVW.de 21.10.2016 Redaktionsmitglied Mathias Schwardt 

Die Handballerinnen des SC Korb auf Platz eins, gefolgt vom VfL Waiblingen. Das klingt schön, bedeutet aber nicht viel. Denn die vier derzeit besten Teams in der 3. Liga Süd sind punktgleich. Jetzt bekommt es der VfL erstmals mit einem der Topfavoriten zu tun, dem SV Allensbach.

SV Allensbach (3. Platz, 6:2 Punkte) – VfL Waiblingen (2. Platz, 6:2 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Deutlich mit 37:28 setzte sich der VfL im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Birkenau durch. Doch die Leistung gefiel Kerstin Zimmermann nur bedingt. „Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen“, kritisiert die Waiblinger Trainerin. Sehr angetan war sie dagegen von der zweiten Hälfte, das Team habe im Kollektiv Gas gegeben. Die Wende in der Partie eingeleitet habe aber Torhüterin Tünde Nagy in den 15 Minuten vor der Pause. Sie bewahrte Waiblingen mit ihren Paraden davor, für den laschen Auftritt bestraft zu werden.

Zwar hat der VfL jetzt 6:2 Punkte auf dem Konto und ist Zweiter. Doch Zimmermann relativiert: „Das ist eine Momentaufnahme, wir hatten ein leichtes Auftaktprogramm. Auch in Kandel hätten wir eigentlich gewinnen müssen.“ Dort war das Team aber von der Rolle gewesen. Die Trainerin blickt weiterhin nach unten in der Tabelle. „Wir müssen schauen, dass wir so schnell wie möglich nichts mit dem Desaster von letzter Saison zu tun haben.“ Der Stachel des Beinahe-Abstiegs sitzt immer noch tief.

Zu was der VfL wirklich in der Lage ist, werden die nächsten beiden Spiele zeigen. Zunächst geht’s zum SV Allensbach, dann kommt die starke HSG Freiburg. Im Auswärtsspiel sei Waiblingen klarer Außenseiter, so Zimmermann. „Allensbach denkt in anderen Dimensionen als wir.“ In der vergangenen Saison verpasste der SVA knapp den zweiten Platz und somit die Aufstiegsrelegation, diesmal soll’s mit dem Sprung in die 2. Bundesliga klappen. „Die Mannschaft ist seit Jahren eingespielt und sehr heimstark.“

Um den Favoriten zu ärgern, müsse Waiblingen diesmal das Tempo über die komplette Spielzeit so hoch halten wie in der zweiten Hälfte gegen Birkenau. „Wir wollen in dieser Saison ein paar Ausrufezeichen setzen.“ Erneut zu Kurzeinsätzen kommen wird wohl die noch angeschlagene Barbara Bagocsi. Fraglich ist dagegen, ob Tabea Bauer, die schon gegen Birkenau wegen einer Brustbeinprellung fehlte, für den VfL antreten kann.

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Auf Waiblingen, hier Sinah Hagen gegen die Birkenauer Katja Zimmermann (links) und Ronja Schwab, wartet eine große Bewährungsprobe.    Bild: Steinemann

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