F1 – VfL verlangt dem Favoriten alles ab

5. September 2016

DHB-Pokal, Frauen: VfL Waiblingen – SH H2Ku Herrenberg 22:28 (10:11)


[zvw.de 05.09.2016] Zwar sind die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen den Favoriten SG H2Ku Herrenberg ausgeschieden. Doch der Gastgeber zeigte ein Klassespiel und stellte den Zweitligisten vor große Probleme. Erst am Ende wurde es deutlicher, der VfL unterlag 22:28

Der Waiblinger Handballverein feierte in der Rundsporthalle seine Saisoneröffnung. Nichts sollte die Stimmung trüben, schon gar nicht ein Debakel der Frauen gegen Herrenberg. Ein solches war durchaus zu befürchten, im Juli hatte der VfL ein Trainingsspiel gegen den Mitfavoriten auf den Aufstieg in die 1. Liga mit 14:41 verloren.

Doch am Samstag bot sich den Zuschauern ein völlig anderes Bild. Lange Zeit war kein Klassenunterschied zu erkennen. Stolz auf ihre Waiblinger Mannschaft war nach dem Spiel Trainerin Kerstin Zimmermann: „Das war eine bärenstarke Leistung.“ Zumal der VfL aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Barbara Bagocsi (Zerrung) weniger Möglichkeiten im Rückraum hatte. Zwei Spielerinnen lobte Zimmermann zu Recht besonders: die spielfreudigen Nina Beyerle und Lisa Friedrich. Letztere, ein Neuzugang, setzte nicht nur die Mitspielerinnen gut in Szene, sondern überzeugte auch als Vollstreckerin, darunter viermal vom Siebenmeterstrich. Mit sieben Toren war sie erfolgreichste Werferin des Spiels.

Ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ mit Simona Nikolovska ein weiterer Neuzugang. Die pfeilschnelle 25-Jährige agierte zwar hier und da etwas hektisch im Angriff, zeigte aber jenen Biss, der jeder Mannschaft guttut, wenn es mal eng wird.

Herrenberg, das unter anderem mit der Ex-Waiblingerin Sulamith Klein antrat, enttäuschte dagegen über weite Strecken. Vielleicht war es auch der harten Vorbereitung geschuldet, dass der Zweitligist so behäbig spielte. Vor allem die Abwehr inklusive Torhüterin Ann-Sophie Staudenmaier schwächelte. Und vorne ging auch nicht viel. Spielmacherin Sarah Neubrander war von der Rolle, mit der aus Schorndorf stammenden Alisa Berger in der Mitte lief es zumindest etwas besser.

Waiblingen ging zwar nie in Führung, ließ sich aber auch lange nicht abschütteln. Immer wieder gelang dem Gastgeber der Ausgleich. In der 17. Minute reichte es Hagen Gunzenhauser, der SG-Trainer nahm beim Stand von 7:7 eine Auszeit. Viel besser lief es danach nicht. Herrenberg zog auf 11:8 davon, bis zur Pause jedoch kamen die kampfstarken Waiblingerinnen auf 10:11 heran. Danach blieb’s auch dank der für Neuzugang Bianca Ionita ins VfL-Tor gekommenen Tünde Nagy zunächst ausgeglichen. Erst in der Schlussviertelstunde setzte der Favorit sich ab. Insbesondere, weil Schützin Monika Kornet stärker wurde, führte die SG zur 47. Minute mit 21:16. Waiblingen fehlte die Kraft, um diese Lücke noch einmal zu schließen. Die Partie endete 22:28. VfL-Trainerin Zimmermann: „Ich kann mit diesem Ergebnis sehr gut leben. Wir wollten uns nicht abschlachten lassen, und das ist uns sehr gut gelungen.“ Es war eine gute Generalprobe für die 3. Liga Süd. Sein erstes Spiel bestreitet der VfL Waiblingen am Samstag, 17. September, in Regensburg (19.30 Uhr). [Text Mathias Schwardt]

VfL Waiblingen: Ionita, Nagy; Stadler, Beyerle (5), Frick, Bauer (1), Seitzer (2), Langenberg, Friedrich (7/4), Nikolovska (1), Goldmann (2), Sin. Hagen (4).

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Zwei, die sich nichts schenken: Simona Nikolowska, VfL Waiblingen, versucht mit dem Ball durchzukommen, finsteren Blickes beharkt von Kerstin Foth. Bild: Steinemann

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