F1 – Harte Nüsse für Korb und Waiblingen

17. September 2016

ZVW.de 16.09.2016 von Mathias Schwardt

Handball, 3. Liga Süd, Frauen: Zum Auftakt muss der SC zum TV Möglingen, der VfL zum ESV Regensburg

Mit Auswärtsspielen starten die Handballerinnen des SC Korb und VfL Waiblingen in die Drittliga-Saison. Während Ersterer sich vor der Partie beim hoch eingeschätzten TV Möglingen als Außenseiter sieht, hat der VfL die vermeintlich einfachere Aufgabe. Doch Gastgeber ESV Regensburg gilt als ausgesprochen heimstark.

TV Möglingen – SC Korb (Sonntag, 16.30 Uhr). Nach aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und Urlaub sehr schlecht verlaufener Saisonvorbereitung ist der SC Korb gleich mächtig gefordert. Es stehen drei schwere Auswärtsspiele auf dem Programm. „Ich hätte mir was Leichteres gewünscht“, sagt Jürgen Krause vor der Auftaktpartie gegen den TV Möglingen, den er einst selbst trainierte. Der Korber Coach hat die Mannschaft als einen der Ligafavoriten getippt.

Das Team des TVM wurde hochkarätig verstärkt. Krause nennt die vom Ligakonkurrenten Pforzheim gewechselte Franziska Ramirez sowie Anna Tonn vom Oberligisten Deizisau. In Normalform sei Korb zwar dazu in der Lage, gegen jeden Gegner der Liga zu bestehen. „Aber nach dieser Vorbereitung sind wir in Möglingen absoluter Außenseiter. Das wird eine Herkulesaufgabe.“ Es gehe darum, sich bestmöglich aus der Affäre zu ziehen.

Die Korberinnen seien aber sehr motiviert. Denn das Team hat noch etwas gutzumachen. In der vergangenen Saison scheiterte es in Möglingen am Einzug ins Final Four des Verbandspokals. Außer der Langzeitverletzten Jessica Krug (Fußgelenk ausgekugelt, Bänderrisse) werden alle Korber Spielerinnen mit dabei sein. Allerdings sind einige angeschlagen oder haben Trainingsrückstand und werden deshalb nur zu Kurzeinsätzen kommen.

Stand heute wird Krause in der 3. Liga auf die offensive Variante mit einer siebten Feldspielerin, nach der Regeländerung nutzen viele Teams diese Möglichkeit, nicht oder zumindest nur selten zurückgreifen. „Wir müssen erst einmal unser normales Spiel auf die Reihe bringen.“

ESV Regensburg – VfL Waiblingen (Samstag, 19.30 Uhr). VfL-Kerstin Zimmermann bringt die Stimmung in ihrer Mannschaft auf den Punkt: „Wir freuen uns alle, dass es endlich losgeht. So eine Saisonvorbereitung ist immer zäh für alle Beteiligten.“ Personell sieht es bei den Waiblingerinnen ganz gut aus. Es gibt aber zwei Langzeitausfälle. Madeleine Barth wird nach Kreuzbandriss erst spät in die Saison eingreifen können, wenn überhaupt. Und Torhüterin Lisa Fleischer, die sich im letzten Training der vergangenen Saison die gleiche Verletzung zugezogen hatte, hat zwar wieder sehr vorsichtig mit dem Training begonnen. Laut Zimmermann wird es aber wohl noch gut zwei Monate dauern, bis sie wieder einsatzfähig ist. Wichtig war es deshalb, mit Bianca Ionita (HSG Pforzheim) eine drittligaerfahrene Torhüterin zu verpflichten. „Sie fügt sich gut ein“, sagt die Trainerin. Ionita wird zusammen mit Tünde Nagy das Waiblinger Tor hüten.

Zum Auftakt muss der VfL zu einem unangenehmen Gegner. „Ich kenne keine Mannschaft, die in Regensburg gerne spielt“, sagt Zimmermann. Die Halle dort sei alt und sehr eng. Gegebenheiten, die dem Gastgeber und seinen Fans zugutekommen. Kein Wunder also, dass der ESV als heimstark gilt. Wie Waiblingen kämpfte das Team in der vergangenen Saison gegen den Abstieg. Mit einem imposanten Kraftakt zog sich Regensburg in den abschließenden Spielen aus dem Schlamassel. „Vor dieser Leistung muss man den Hut ziehen“, sagt Zimmermann. Wenn der ESV in dieser Saison so weitermache, werde er mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Der ESV Regensburg hatte einige Abgänge, aber auch Zugänge zu verzeichnen. Wie stark ist das Team einzuschätzen? „Das ist vor dem ersten Spiel ganz schwer zu sagen.“ Das gelte freilich auch für die Mannschaft des VfL Waiblingen. „Es wird deshalb ein Spiel mit ganz großen Unbekannten.“ Gewinnen werde, wer den kühleren Kopf bewahren und spielerisch besser mit verschiedenen Situationen umgehen könne. Fraglich beim VfL ist der Einsatz von Barbara Bagocsi, die schon seit einiger Zeit an einer Zerrung laboriert.

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