M1-Punkt des Willens und der Moral

3. April 2016

TSV Altensteig – VFL Waiblingen 30:30 (17:13)

[ma]Bis zur ersten Auszeit von Trainer Maik Hammelmann deutete überhaupt nichts auf einen Punktgewinn im Schwarzwald hin. Schwache Wurfversuche gepaart mit ungenügender Abwehrarbeit ließen die Gastgeber bis zur 17. Minute auf 9:4 enteilen. Aber Hammelmann konnte seine Männer etwas wachrütteln, binnen 90 Sekunden waren Joakim Schwarz, Arne Baumann und Robin Brugger zur Stelle und der VfL war beim 9:7 im Spiel angekommen. Allerdings hatte sich die Defensive noch nicht auf die großgewachsenen Altensteiger eingestellt, denen es beim Wurf viel zu einfach gemacht wurde. Nach dem 14:13 Zwischenstand in der 28. Spielminute stand es zur Pause fast schon deprimierend 17:13.

Danach allerdings war der VfL hellwach. Stefan Doll im Waiblinger Tor zeigte nun eine Galaform und der eingewechselte Tobias Henkel bestach durch Präsenz und Wurfgenauigkeit von Rechtsaußen. Beim 18:18 war endlich der erste Ausgleich seit dem Anpfiff hergestellt. Danach hatte der VfL mehrfach die Chance zur Führung. Es folgte aber ein erneuter Nackenschlag: eine eigene Überzahlsituation wurde mit 0:3 verloren und man lief wieder einem Rückstand hinterher. Doll vernagelte aber wieder seinen Kasten und im Angriff übernahm Damir Marjanovic immer mehr Verantwortung und traf immer besser. Bis zum 26:26 war es nun ein offener Schlagabtausch und an Dramatik kaum zu überbieten. Jan Asmuth gelang in der 56. Minute beim 26:27 die erste Waiblinger Führung überhaupt. Beim 29:28 aus Waiblinger Sicht und eigenem Ballbesitz war sogar der Sieg in Reichweite, aber ein leichtfertiger Abspielfehler ermöglichte Altensteig einen einfachen Kontertreffer zum Ausgleich. Der am Kreis für den verletzten Lukas Baumgarten aus der 2. Mannschaft aufgerückte Tobias Grüninger ackerte unermüdlich weiter, holte in Unterzahl einen Siebenmeter, den Damir Marjanovic nervenstark verwandelte, sowie eine Zweiminutenstrafe gegen seinen Gegenspieler heraus und der VfL führte wieder 30:29. Altensteig fackelte aber nicht lange und netzte zum Endstand von 30:30 ein. Der finale Waiblinger Wurf verpuffte. Dennoch hat das Waiblinger Team große Moral und Einsatzbereitschaft gezeigt, mehrfach wurde ein deutlicher Rückstand wieder aufgeholt und der Teilerfolg war hoch verdient.

VfL: Doll, Hämmerling; Brugger 8, Henkel 6, Liebing, Asmuth 1, Mayer, Grüninger 1, Schwarz 2, Tutsch, Baumann 2, Marjanovic 10/3

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