F1-Verschlafene Anfangsmeister gegen den neuen Meister und Aufsteiger Ketsch

10. April 2016

VfL Waiblingen Handball – TSG Ketsch 28:34 (13:17)

[fa]Wer nach der sensationellen Heimniederlage des bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführers aus Ketsch gegen den vorletzten Regensburg mit einem unkonzentrierten Gegner gerechnet hatte sah sich schnell getäuscht. Von zahlreichen Fans unterstützt machten die Gäste von Anfang an klar, dass sie unbedingt die Meisterschaft perfekt machen wollten und den Waiblingerinnen blieb am Ende nur übrig, fair zu dieser zu gratulieren.

4:9 lautete der Zwischenstand nach zwölf Minuten. Bereits in der 9. Minute hatte Trainerin Kerstin Zimmermann versucht, beim Stande von 2:6 ihr Team wachzurütteln. Vor allem im Angriff und im Rückzugsverhalten fand der VFL zu Beginn überhaupt nicht statt. Die eher kläglichen Wurfversuche endeten entweder in der Abwehr oder waren leichte Beute für die Torhüterin und führten ein ums andere Mal zu leichten Gegenstößen. Erst nach der besagten 12. Spielminute gelang es den Remstälerinnen, den Schalter umzulegen und plötzlich bekamen die Zuschauer eine sehr ausgewogene Begegnung serviert. Simona Pilekova fand nun des Öfteren die Lücke im Ketscher Abwehrverbund und auch ihre Mitspielerinnen wirkten nun torgefährlicher. Der Rückstand pendelte nun stets zwischen 3 und 4 Toren. Kein einziges Mal im gesamten Spielverlauf konnte der VFL jedoch auf 2 Tore verkürzen und man hatte auch stets das Gefühl die Gäste könnten, wenn es wirklich eng werden würde, noch eine Schippe zulegen. Mit dem Halbzeitpfiff erzielte die TSG durch einen direkten Freiwurf das 13:17, das war auch so ein Zeichen, das gegen eine echte Wende sprach.

Bis zum 19:22 blieb auch die zweite Spielhälfte eine knappe Angelegenheit. Danach musste Simona Pilekova einige Minuten angeschlagen pausieren und vor allem die pfeilschnelle Samira Brand nutzte diese Gelegenheit kompromisslos aus. Beim 20:27 schien bereits mehr als die Vorentscheidung gefallen zu sein, doch nun war der Waiblinger Kampfgeist erwacht. Die unermüdlich ackernde Zofia Fialekova, Sinah Hagen und Stephanie Frick trafen für den VFL und beim 25:29 und noch zehn Minuten Spielzeit war eigentlich noch vieles möglich. Die Gäste sahen sich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und wie so oft in diesem Spiel machten sie im Anschluss die Big Points. Während Waiblingen keinen einzigen ihrer immerhin drei Siebenmeter verwandeln konnten und auch sonst klarste Wurfmöglichkeiten vergaben, machte Ketsch nun endgültig den Sack zu. Beim 26:33 war die Messe endgültig gelesen und es begannen die Aufstiegsfeierlichkeiten der TSG und ihrer mitgereisten Fans.

Durch die erwarteten Siege von Sulzbach und Regensburg beträgt der Waiblinger Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur noch einen Punkt und es geht somit um alles in Bietigheim und im finalen Heimspiel gegen Möglingen.

Nagy, Fleischer; Friedrich 2, Stadler, Beyerle 1,Frick 5, Seizer 2, Remsing 1, Fialekova 3, Pilekova 9, Barth, Goldmann, Bagocsi 2, Hagen 3.

Liveticker Frauen 3. Bundesliga

Sponsoren