F1 – Showdown in Waiblingen

22. April 2016

Im letzten Saisonspiel gegen Möglingen geht es für den VfL um alles oder nichts

In Bietigheim haben die Waiblinger Handballerinnen die Riesenchance auf den vorzeitigen Klassenerhalt in der 3. Liga vergeben. Jetzt kommt es im letzten Saisonspiel zum Showdown. Schlägt der VfL in der heimischen Rundsporthalle den TV Möglingen, wäre der Abstieg auf jeden Fall verhindert. Ansonsten müsste das Team vor den Ergebnissen der Konkurrenz zittern.

VfL Waiblingen (9. Platz, 14:28 Punkte) – TV Möglingen (7. Platz, 17:25 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Es ist unfassbar: Wieder einmal hat Waiblingen einen deutlichen Vorsprung aus der Hand gegeben und eine völlig unnötige und angesichts der Tabellensituation umso schmerzhaftere Niederlage kassiert. Bei der SG BBM Bietigheim II führte der VfL zur Pause mit 15:10, am Ende stand es 27:30. Erschüttert von der Leistung des Teams war auch Kerstin Zimmermann: „Wir haben eine Halbzeit lang super Handball gespielt. Dann gehst du aus der Kabine raus und alles ist wie weggeblasen. Es war ein krasser, kollektiver Einbruch.“

Jetzt heißt es, alles dafür zu geben, um das letzte Spiel in der Staffel Süd zu gewinnen und damit den Klassenerhalt zu sichern. Um Gewissheit zu haben, muss Waiblingen unbedingt den neunten Tabellenplatz behalten. Denn nach neuestem Stand ist wieder unklar, ob es überhaupt eine Abstiegsrelegation geben wird. Gibt es keine, geht es für die Mannschaften auf den Plätzen zehn bis zwölf um eine Spielklasse nach unten.

Der Dreikampf um den rettenden Tabellenplatz könnte spannender nicht sein. Waiblingen hat zwar weiterhin die beste Ausgangslage im Abstiegskampf. Doch nach Punkten gleichgezogen ist der wiedererstarkte ESV Regensburg mit seinem 33:22-Kantersieg beim TV Möglingen. Einen Zähler dahinter auf dem vorletzten Platz lauert die HSG Sulzbach/Leidersbach. „Dass alle, die hinter uns stehen, in den letzten Spielen Punkte geholt haben, ist schon sehr bitter.“ Doch der VfL hat eben auch mehrmals gepatzt. Zum Glück kann er die Fehler noch ausbügeln.

Die schwierigste Aufgabe haben am letzten Spieltag die Regensburgerinnen. Sie müssen zum Tabellendritten HCD Gröbenzell. Der hat noch die Möglichkeit, mit einem Sieg den zweiten Rang und somit die Aufstiegsrelegation zu erreichen. Sulzbach wittert deshalb seine Chance. Die HSG erwartet die Bietigheimer. „Die werden es dort schwer haben“, schätzt Zimmermann.

Waiblingen muss es also Regensburg nachmachen und gegen Möglingen gewinnen. In der Hinrunde war der VfL im Derby 24:31 unterlegen. Um Druck von der Mannschaft zu nehmen, „haben wir jetzt versucht, uns so normal wie möglich aufs Spiel vorzubereiten“. Dazu gehörte auch wie gewohnt ein intensives Videostudium.

Trainerin Kerstin Zimmermann ist vor dem Showdown in der Rundsporthalle trotz der Anspannung optimistisch: „Wenn wir qualitativ so spielen wie in der ersten Halbzeit in Bietigheim, gehen wir als Sieger von der Platte.“ Allerdings wird der VfL wohl mit nur einer Torhüterin – Tünde Nagy – antreten. Lisa Fleischer hat sich im Training das Knie verdreht. Angeschlagen ins Heimspiel gehen wird Sinah Hagen. Sie verletzte sich während der Partie in Bietigheim am Steißbein.

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Nur mit einem Heimsieg können Mara Seitzer und Waiblingen den Klassenerhalt
aus eigener Kraft schaffen. 
Foto: ZVW Quelle: ZVW.de vom 22.04.2016

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