F1 – Der VfL muss in Bietigheim gewinnen

15. April 2016

Nach der Niederlage gegen Ketsch und den gleichzeitigen Siegen der beiden Konkurrenten haben die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Zwei sind’s auf den ersten Abstiegsrang. Jetzt geht es darum, wer mit dem Druck am besten zurechtkommt. Am vorletzten Spieltag muss der VfL in Bietigheim gewinnen.

SG BBM Bietigheim II (6. Platz, 18:22 Punkte) – VfL Waiblingen (9. Platz, 14:26 Punkte; Samstag, 16 Uhr). „Es läuft gerade richtig bescheiden. Aber wir haben uns die Suppe selbst eingebrockt und müssen sie nun selbst auslöffeln.“ So fasst Trainerin Kerstin Zimmermann die Situation des VfL im Abstiegskampf zusammen.

Mit der Waiblinger 28:34-Heimniederlage gegen Tabellenführer TSG Ketsch war zu rechnen gewesen. Nicht aber damit, dass gleich beide Abstiegskonkurrenten, der Tabellenzehnte HSG Sulzbach/Leidersbach und der Elfte ESV Regensburg, ihre Partien gewinnen würden. Der VfL hat zwar den Klassenerhalt nach wie vor in der eigenen Hand, steht aber gewaltig unter Druck. Jetzt zeigt sich, wie schmerzhaft die unnötige 26:27-Pleite am vorvergangenen Spieltag in Pforzheim wirklich gewesen war.

Etwas Pech kommt auch noch hinzu. Vor zwei Wochen hatte Sulzbach der TSG Ketsch sensationell die ersten Punkte überhaupt abgenommen und ihr die Aufstiegsfeier vermiest. Entsprechend motiviert trat das Team jetzt in Waiblingen an. „Ketsch war eine Klasse besser als wir“, so Zimmermann. Der VfL hatte die Anfangsphase völlig verschlafen und musste bis zum Ende einem Rückstand hinterherrennen. Zwar habe die Mannschaft nie aufgegeben. Doch bis auf mehr als zwei Tore kam sie nie heran. Am Ende feierte Ketsch Sieg und Aufstieg. Waiblingen dagegen muss mehr denn je um den Klassenerhalt bangen.

Aufgrund der Tabellensituation in den Bundesligen wird es, das steht inzwischen fest, eine Abstiegsrelegation in der 3. Liga geben. Um mindestens diese zu erreichen, muss der VfL die nächste Partie in Bietigheim gewinnen. Sollte zudem Sulzbach, das einen Punkt zurückliegt, in Ketsch verlieren, wäre Waiblingen vorzeitig gerettet.

Wie groß die Siegchance für den VfL ist, wird nicht zuletzt von der Bietigheimer Aufstellung abhängen. In der Vorrunde unterlag Waiblingen einem mit Erstligaspielerinnen verstärkten SG-Team 28:33. Zimmermann hofft, dass Bietigheim II diesmal, wie schon in der Vorwoche gegen Regensburg, mit dem reinen Drittligakader antreten wird. Die Trainerin warnt insbesondere vor dem starken Rückraum der Gastgeberinnen. Die Mannschaft des VfL wolle unbedingt gewinnen. „Wie sie mit dem Druck umgeht, wird sich am Samstag zeigen.“ Der VfL setzt einen Fanbus ein. Abfahrt ist am Samstag um 14 Uhr vor der Waiblinger Rundsporthalle.

Quelle: 15.04.2016 ZVW.de

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