F1-Waiblingen schafft die Revanche

10. März 2016

[sm] Die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen haben sich überraschend beim SC Korb für die bittere Vorrundenschlappe revanchiert. Vor allem dank einer famosen kämpferischen Leistung gewannen sie das Derby am Mittwochabend in der Rundsporthalle verdient mit 27:24 (13:13). Herausragend war Tünde Nagy im Tor, die in Hälfte zwei zehn Paraden zeigte. Den ersten Aha-Effekt gab’s beim Blick auf die Waiblinger Aufstellung.

Zofia Fialekova, die eigentlich ihre aktive Karriere schon während der Hinrunde wegen Verletzungen beendet hatte, gab ihr Comeback. Das war auch bitter nötig. Denn mit Annika Friedrich, der einzig verbliebenen Kreisläuferin Cora Goldmann und Nina Beyerle fehlten gleich drei Spielerinnen beim VfL krankheitsbedingt. Grippegeschwächt ins Spiel gingen Stephanie Frick und Tünde Nagy. Die Torhüterin wurde von VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann lange geschont und trat erst nach der Pause in Aktion. Und hielt dann fast alles, was aufs Tor kam, darunter freie Würfe und einen Siebenmeter. So war es vor allem ihr zu verdanken, dass die Gäste nach dem Führungstreffer von Sandra Staiger zum 15:14 (37.) erst acht Minuten später wieder trafen – zum 16:21. Dieser Rückstand war in der letzten Viertelstunde nicht mehr aufzuholen.

Von Anfang an hatte der VfL gezeigt, dass er sich nicht wieder so vorführen lassen wollte wie beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger in Korb. Dennoch lag der Gastgeber fast immer ein, zwei Tore hinten. Denn die Korber Abwehr, das Prunkstück des SC, stand zunächst gut. Fialekova, deren Erfahrung dem Waiblinger Team sowohl vorne als auch hinten guttat, versuchte sich im Angriff zumeist am Kreis, hatte es dort aber schwer. Weil spielerisch wenig ging beim VfL, setzte Simona Pilekova regelmäßig die Brechstange ein. Sie leistete sich zahlreiche Fehlwürfe, doch das Motto lautete: Wer viel wirft, trifft viel. Insgesamt erzielte die Slowakin acht Tore und war damit die beste Schützin auf dem Feld. Korb wirkte lange nicht so spritzig wie im Hinspiel, konnte das gewohnte Tempospiel aufgrund der Wachsamkeit des VfL aber auch selten aufziehen. Zur Halbzeit stand es 13:13.

Danach ging es zunächst ausgeglichen weiter, doch das junge Korber Team agierte immer fahriger. Das lag nicht nur an Nagys Glanzparaden. Auch SC-Trainer Jürgen Krause hatte seinen Anteil daran. Bei einer strittigen Entscheidung der Schiedsrichter schimpfte er, was das Zeug hielt und stachelte vom Feld aus mit den Händen das Korber Publikum an. Nun gut – es war eben ein Derby. Doch der Coach konnte von Glück sagen, dass er nur Gelb sah. Die Stimmung war danach aufgeheizt und übertrug sich auf die Korberinnen. Es war jetzt ein reines Kampfspiel. Trotz ihres kleinen Kaders mit nur neun Feldspielerinnen brach der VfL nicht ein, sondern nutzte seine Chance. Korb bekam Pilekova und die ebenfalls starke Sinah Hagen zu selten in den Griff, auch Frick, Mara Seitzer und Madeleine Barth warfen wichtige Tore.

Am Ende gewann der VfL nicht nur das Derby mit 27:24, sondern auch zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf.

VfL Waiblingen:
Nagy, Fleischer; Hagen (6/2), Pilekova (8), Barth (3), Seitzer (4), Fialekova (1), Frick (4), Fischer, Remsing, Stadler (1).

SC Korb:
Ege, Wachter; Itterheim (3), Staiger (1), Holder (5), Cyklarz (1), Hojczyk (1), Fenske, Stumpp (3), Hammer (3/1), Halilovic (1), Nagler (5/1), Krug (1).

Quelle: zvw.de 10.03.2016

VfL Waiblingen – SC Korb: Die Video Zusammenfassung auf Zvw.de

Fotos: Lukas Edelmaier

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