F1-Bloß nicht schon wieder patzen

4. März 2016

Für den VfL Waiblingen ist ein Sieg beim punktlosen Schlusslicht TV Holzheim Pflicht. 

Das 32:35 beim Tabellennachbarn HSG Sulzbach/Leidersbach war für die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen ein herber Rückschlag. Das Team rutschte auf einen Abstiegsplatz. Weil es zwei Spiele weniger absolviert hat als die Konkurrenz, ist der Klassenerhalt trotzdem noch aus eigener Kraft zu schaffen. In Holzheim muss jetzt aber unbedingt ein Sieg her.

TV Holzheim (12. Platz, 0:32 Punkte) – VfL Waiblingen (10. Platz, 8:22 Punkte; Sonntag, 17 Uhr). Es war ein Rückfall ins alte Muster. Der VfL führte im Abstiegsduell bei der HSG Sulzbach/Leidersbach schon mit 16:10. Doch er schenkte die dringend benötigten Punkte noch her. „Natürlich war das ein kleiner Genickschlag. Wir haben nicht die Leistung gezeigt, zu der wir fähig sind“, sagt Kerstin Zimmermann nach dem Videostudium der Partie. Die Trainerin war diesmal nicht vor Ort gewesen, weil sie beim zeitgleich ausgetragenen Württembergligaspiel der SF Schwaikheim auf der Bank saß.

Stattdessen coachte Nadir Arif die Waiblingerinnen in der 3. Liga. „Dass wir verloren haben, lag aber weniger am Trainerteam, sondern an der Mannschaft. Da hat keiner geglänzt“, so Zimmermann. Weil Torhüterinnen und Abwehr äußerst schwach agierten, kassierte der VfL stolze 35 Gegentore. Besonders ärgerlich aus Zimmermanns Sicht: Ihr Team bekam Julia Diehl nicht in den Griff, die zehn Treffer erzielte. „Es war uns ja bekannt, dass sie die Torschützenliste der 3. Liga anführt. Und dann macht sie uns die Kiste voll.“

Nach dem verlorenen Vier-Punkte-Spiel sei die Mannschaft sehr geknickt gewesen. „Wir haben viele Einzelgespräche geführt.“ Zeit genug war dafür. Aufgrund des verschobenen Derbys gegen den SC Korb, neuer Termin ist der kommende Mittwoch, 20.30 Uhr, in der Rundsporthalle, hatte Waiblingen am Wochenende spielfrei.

Die Spannung im Abstiegskampf ist weiter gestiegen. Sulzbach hat den VfL mit dem Sieg im direkten Duell vom ersten Nichtabstiegsplatz verdrängt, der Vorsprung beträgt einen Punkt. Zudem hat der Vorletzte Regensburg mit dem 36:23-Kantersieg über das Schlusslicht Holzheim nach Punkten mit dem VfL gleichgezogen. Der hat zwei Spiele weniger absolviert als Regensburg und Sulzbach und den Klassenerhalt deshalb immer noch in der eigenen Hand. Allerdings muss er voraussichtlich mehr Spiele gewinnen als jenes am Sonntag gegen Holzheim. Denn auch Sulzbach spielt noch gegen den Letzten.

Für Zimmermann ist die kommende Auswärtspartie schon ein „Endspiel“. Die Situation sei doppelt gefährlich: Waiblingen muss gewinnen „und Holzheim spielt nur noch für die Galerie“. Denn der TV hat seine Mannschaft bereits für die kommende Saison vom Spielbetrieb zurückgezogen. Es könne also gut sein, dass sich einige der Spielerinnen mit guten Leistungen für andere Vereine empfehlen wollen.

Doch da muss der VfL jetzt durch. „Die Mannschaft weiß, um was es geht.“ Unter der Woche sei grippebedingt nur ein eingeschränktes Training möglich gewesen. „Ich bin aber optimistisch, dass wir am Sonntag vollzählig sind.“ In der Vorrunde gewann Waiblingen mit 33:27.

Quelle: zvw.de 04.03.2016

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Die Anspannung im Abstiegskampf ist groß bei Trainerin Kerstin Zimmermann und
dem VfL Waiblingen (von links Zofia Fialekova, die trotz verletzungsbedingtem
Karriereende noch stets bei der Mannschaft ist, und Torhüterin Lisa Fleischer).
Gegen Holzheim müssen zwei Punkte her. Foto: ZVW

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