M1-Klasse Leistung mit letztem Aufgebot

21. Februar 2016

VfL Waiblingen – SKV Oberstenfeld 31:29 (16:14)

[fa]Die Voraussetzungen beim Debüt von Trainer Maik Hammelmann hätten durchaus einfacher sein können. Doch zu den drei Langzeitverletzten gesellten sich auch noch die beiden Linkshänder Christian Tutsch – verletzt – und Kai Liebing – krank. Hammelmann aktivierte drei Herren 2 Spieler und hatte mit Neuzugang Tobias Henkel einen echten Joker im Ärmel.

Die Anfangsphase verlief bis zum 5:5 recht ausgeglichen. Ein Doppelschlag von Tobias Henkel, der mit einer 100%igen Quote von Rechtsaußen und bei Tempogegenstößen über 60 Minuten überzeugte, brachte den VfL mit 8:5 in Führung. Extreme Schwierigkeiten hatte die Waiblinger Abwehr jedoch mit dem 13fachen Torschützen Manuel Koch. Er war es auch, der nach 20 Minuten zum 9:9 ausgleichen konnte. Doch dem VfL merkte man an, dass er das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Lukas Baumgarten erarbeitete sich am Kreis das 10:9, zweimal Henkel – und wieder führte der Gastgeber beim 12:9 mit drei Toren Vorsprung.

Bis zum 21:18 in der 39. Spielminute pendelte die Waiblinger Führung stets zwischen zwei und drei Toren. Danach hielt Philipp Hämmerling, in der zweiten Halbzeit für den ebenfalls guten Stefan Doll eingewechselte, einige starke Bälle und der VfL zog auf 23:18 davon. 45 Minuten waren gespielt, der VfL führte 25:20, als das Spiel zu kippen begann. Oberstenfeld verkürzte auf 25:23, Jan Asmuth musste nach seiner dritten Zeitstrafe den Arbeitstag beenden und Hammelmann gingen endgültig die Alternativen aus. In den letzten zehn Minuten bestachen die Gastgeber vor allem mit Kampf und Leidenschaft und, drohte Zeitspiel, konnte man sich zuverlässig auf Robin Brugger, den achtfachen Torschützen der Remstäler, verlassen. So konnte der SKV nicht ein einziges Mal den Ausgleich erzielen, Hämmerling und die Abwehr hatten in den wichtigen Momenten zudem immer die entscheidende Hand dazwischen. Doch auch nach dem 30:28 Billardtor von Joakim Schwarz 53 Sekunden vor dem Ende war die Begegnung noch immer nicht entschieden. Es dauerte nur zehn Sekunden bis zum erneuten Anschlusstreffer und es begannen noch lange 40 Schlusssekunden. Die Erlösung und das Happyend bescherte schließlich Damir Marjanovic, mit dem 31:29 setzte er den Schlusspunkt des Spiels.

Mit diesem wichtigen Sieg für die Moral verbessert der VfL sein Punktekonto auf vierzehn und kann am kommenden Samstag beim unmittelbaren Tabellennachbarn Leonberg dessen neunten Tabellenplatz angreifen.

Doll, Hämmerling; Brugger 8, Hellmann, Henkel 7, Gonschorek, Asmuth 4/2, Mayer 1, Ader, Hintennach, Schwarz 1, Baumgarten 5, Marjanovic 5/1

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