M1-TVB II im Derby mit längerem Atem

11. Januar 2016

TV Bittenfeld II – VfL Waiblingen 32:28 (17:13)

Die Württembergliga-Handballer des TV Bittenfeld II haben auch das Rückspiel gegen den Stadt-Rivalen VfL Waiblingen gewonnen. Beim 32:28 sahen die Fans in der gut gefüllten Bittenfelder Gemeindehalle eine kurzweilige und faire Partie. Die kleinlich und unsicher pfeifenden Schiedsrichter Marc Volle und Frank Härterich verteilten dennoch 19 Zeitstrafen.

Dominic Schaudt war auch Minuten nach Spielschluss noch außer sich. Der Zorn des Waiblinger Trainers richtete sich gegen die beiden Unparteiischen, von denen er sich eindeutig benachteiligt sah. Tatsächlich sorgten Volle und Härterich mit ihrer schwer nachvollziehbaren Spielleitung für eifriges Kopfschütteln bei den Verantwortlichen und Fans – allerdings auf beiden Seiten. Und in der spannenden und hektischen Schlussphase hatten die Waiblinger mehrfach die Chance, in Überzahl das Derby zu ihren Gunsten zu drehen.

Der VfL Waiblingen erwischte einen sehr guten Start, kontrollierte das Derby mit ruhigem und sicheren Aufbauspiel und aufmerksamer Deckung. Der bärenstarke Robin Brugger, den die TVB-Deckung über 60 Minuten nicht in den Griff bekam, sorgte mit dem 7:3 für die verdiente Gästeführung nach zehn Minuten.

Die Bittenfelder stellten nun ihre Deckung von der 5:1- auf die 6:0-Formation um – und auch die Waiblinger änderten das Personal in der Defensive. Allerdings nicht freiwillig: Lukas Baumgarten musste bereits zum zweiten Mal auf die Strafbank und wurde in der Abwehr fortan nicht mehr eingesetzt. Der Bruder des Bittenfelder Erstligaspielers Simon Baumgarten nimmt beim VfL auch am Kreis eine wichtige Rolle ein. Der TVB II indes hatte sich auf das Kreisläuferspiel hervorragend eingestellt.

Vorteile für den TVB II auf der Torhüterposition
Mit Alexander Bischoff, immer wieder in Szene gesetzt des sehr guten Bittenfelder Spielmachers Marvin Gille, hatte das Heimteam hier klare Vorteile – wie auch auf der Torhüterposition. Der TVB-Keeper Max Baldreich steigerte sich nach anfänglichen Problemen. Stefan Doll vor und Philipp Hämmerling nach der Pause erwischten im VfL-Tor dagegen keinen guten Tag.

Holger Mayer brachte die Gäste nach 13 Minuten mit 8:5 in Führung, dann kämpfte sich das Team von Thomas Randi und Roland Wissmann in die Partie. Der wurfgewaltige Mark Leinhos traf zum 10:10-Ausgleich (18.). Der VfL tat sich zunehmend schwer im Positionsangriff und schoss zu viele Fahrkarten, das Heimteam wirkte wacher. Mit einem Doppelschlag warf der gute Florian Burmeister sein Team zur Halbzeit mit 17:13 in Führung.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hatten die Bittenfelder allerdings große Probleme. Die Abwehr stand längst nicht mehr so stabil, der VfL agierte wieder zielstrebiger und durfte sich weiterhin auf Brugger verlassen. Nach Mayers Kontertreffer zum 20:20-Ausgleich (38.) war das Derby wieder völlig offen. Nicht gerade förderlich für die Waiblinger Aufholjagd war die dritte Zeitstrafe für Jan Asmuth nach 41 Minuten. Leinhos sorgte beim 23:20 (45.) und 25:22 (48.) wieder für kleine Polster des TVB II. Brugger mit seinem zehnten Treffer zum 25:23 und Mayer zum 25:24 brachten ihr Team wieder heran (50.), ehe Baumgarten mit der dritten Zeitstrafe das Feld räumen musste (51.).

In den letzten zehn Minuten wurde es eng auf den beiden Auswechselbänken. Es hagelte Zeitstrafen für teilweise harmlose Aktionen. Damir Marjanovic nährte per Strafwurftor zum 26:25-Anschluss die Hoffnungen der Waiblinger, die fortan indes in Überzahl nicht besonders clever agierten. Gille traf per Schlagwurf zum 27:25 (53.). Nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe für den Bittenfelder Abwehrchef Ludek Drobek stand der TVB II kurz mit nur zwei Feldspielern auf dem Platz. Kapital schlugen die Gäste jedoch daraus nicht. Marjanovic und Brugger verkürzten zwar noch einmal auf 27:26 und 28:27. Doch mit zwei Spielern in Unterzahl trafen Burmeister zum 28:26 und Wissmann zum 29:27 für den TVB II.

Zu allem Unglück für die Waiblinger parierte der eingewechselte TVB-Keeper Steffen Lehle im Gegenzug einen freien Wurf. Kai Wissmanns 30:27, ebenfalls in Unterzahl, bedeutete vier Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung. Mit schönen Eins-gegen-eins-Aktionen machten Gille zum 31:28 und Wissmann zum 32:28 alles klar.

Unterm Strich verdiente sich der TVB II den Derbysieg, weil er in den entscheidenden Aktionen klüger agierte, das variablere Spiel zeigte und die etwas besseren personellen Alternativen als der verletzungsgeplagte VfL hatte.

TV Bittenfeld II: Baldreich, Lehle; Berger (2), Burmeister (6), Leinhos (8), Gille (4), Luithardt, Drobek (1), Federhofer, Bischoff (6/1), Wissmann (4), Baldauf (1), Federhofer.

VfL Waiblingen: Doll, Hämmerling; Brugger (12), Liebing (3), Asmuth, Mayer (5), Tutsch (2), Schwarz (2), Baumgarten, Marjanovic (3/3), Baumann (1).

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Marvin Gille (beim Wurf) dirigiert das Spiel des TV Bittenfeld II und war selbst torgefährlich. Hier versucht ihn Lukas Baumgarten (rechts) zu stoppen, links der beste Waiblinger, Robin Brugger.  Quelle: Text und Foto ZVW.de vom 11.01.2016

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