M1-Derby: Waiblingen gegen Remshalden

15. Januar 2016

Es wird wieder ein enges Spiel erwartet, beide Teams brauchen Punkte 

Die Handballer der SV Remshalden sind jetzt alleiniger Zweiter in der Württembergliga. Denn am Dienstag trennten sich die mit der SVR bis dahin punktgleiche Neckarsulmer SU und der Tabellenerste TSV Weinsberg 29:29. Jeweils ein Zähler trennt Remshalden von der Konkurrenz. Jetzt sollte ein Sieg in Waiblingen her. Doch der VfL hat auch nichts zu verschenken.

VfL Waiblingen (10. Platz, 10:18 Punkte) – SV Remshalden (2. Platz, 23:5 Punkte; Freitag, 20 Uhr). Waiblingen verlor auch das zweite Stadtderby gegen den TV Bittenfeld II. Nach der 28:32-Auswärtspleite ärgert sich VfL-Coach Dominic Schaudt noch immer über die Schiedsrichter: „19 Zwei-Minuten-Strafen in einem Spiel, das sehr fair ist, sind ein Witz.“ Bereits nach zehn Minuten sei das Konzept des VfL hinfällig gewesen, als Abwehrchef Lukas Baumgarten bereits seine zweite Zeitstrafe kassierte. Er und Jan Asmuth mussten sogar jeweils dreimal vom Feld und sahen deshalb Rot. Für Schaudt eine Erklärung dafür, warum es Waiblingen am Ende trotz Überzahl nicht mehr schaffte, das Spiel zu drehen. Allerdings müsse die Mannschaft auch etwas cleverer werden: „Nach dem 20:20 haben wir zwei Gegenstöße verworfen.“

Waiblingen spielt bislang eine verkorkste Saison und ist nur Tabellenzehnter. Ein Grund ist die neu zusammengestellte Mannschaft, der gewichtigere aber das große Verletzungspech. Nun wird auch noch Arne Baumann längerfristig ausfallen, er hat sich einen Mittelhandbruch zugezogen. Dennoch stellt der VfL ein gutes Team. Das will er erneut gegen Remshalden beweisen, in der Hinrunde gab es ein 33:33. Schaudt erwartet wieder ein enges Kampfspiel und hofft diesmal auf einen Sieg: „Wir können keine Punkte herschenken.“ Fehlen werden außer Baumann auch nach wie vor Richard Babjak sowie Adrian Müller.

Nicht von den Waiblinger Personalsorgen blenden lässt sich der Remshaldener Trainer Alexander Schurr. Zwar ist die SVR als einziges Team in der Liga noch ungeschlagen „und wenn der Tabellenzweite gegen den Zehnten spielt, erwartet jeder, dass er gewinnt“. Doch der VfL sei qualitativ deutlich stärker einzuschätzen als sein Tabellenplatz. Das habe das Derby in der Vorrunde gezeigt. „Eigentlich bekommen wir nie mehr als 30 Gegentore, doch wir haben die Waiblinger nicht in den Griff bekommen.“ Spieler wie Baumgarten, Asmuth und Robin Brugger seien hoch einzuschätzen. „Wir sind gewarnt, das wird kein Spaziergang.“ Freilich möchte Schurr diesmal aber beide Punkte holen.

Denn nach dem vergangenen Spieltag befindet sich Remshalden in einer Sandwich-Position: einen Punkt hinter Spitzenreiter Weinsberg und einen vor dem Tabellendritten Neckarsulm. Zum Rückrundenauftakt gewann die SVR mit 27:21 gegen den von Ex-Coach Henning Fröschle trainierten TV Flein. Es habe sich gezeigt, „dass wir einfach die stärkere Mannschaft sind“, so Schurr. Zwar sei die SVR auch nicht sonderlich überzeugend aufgetreten, aber eben trotzdem besser als der Gegner. Bei konsequenterer Chancenverwertung „hätte das Spiel auch mit zehn Toren Vorsprung ausgehen können“. Fürs Derby ausfallen wird bei der SVR Carsten Röhrle. Fraglich ist der Einsatz von Adrian Wehner.

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Quelle: ZVW.de 15.01.2015

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