M1-Am Ende Remshalden klarer Derbysieger

18. Januar 2016

VfL Waiblingen Handball – SV Remshalden 22:30 (11:14)

[fa] Zu der langen Waiblinger Verletztenliste hat sich seit vergangenem Wochenende nun leider auch Arne Baumann gesellt, der sich beim Spiel in Bittenfeld die Mittelhand gebrochen hat. Eine Flut von Unterzahlsituationen verhinderte einen Waiblinger Erfolg gegen den Tabellenzweiten aus Remshalden. Erst in den letzten zehn Minuten wurde das Spiel zu einer klaren Angelegenheit für den Favoriten. 

Die zahlreichen Zuschauer konnten in den ersten acht Minuten nur zwei wirklich starke Akteure beobachten: die Torhüter Philipp Hämmerling und Tobias Klemm ließen je nur einen Treffer zu. Während Klemm bei zwei Tempogegenstößen gleich in der Anfangsphase Sieger blieb, entschärfte Hämmerling souverän zwei Siebenmeter von Oliver Ruge. Nach acht Minuten legten die Feldspieler ihre Unsicherheit ab und es entwickelte sich ein munteres Württembergliga-Spiel. Bei Waiblingen überzeugten die beiden Linkshänder Christian Tutsch und Kai-Steffen Liebing während der SV immer öfters erfolgreich den Weg über den Kreis suchte sowie in Schnellangriffen zum Torerfolg kam. Selbst in doppelter Unterzahl ließ sich der VfL nicht abschütteln und führte nach 24 Minuten mit 11:10. Eine kleine Schwächephase am Ende der ersten Hälfte nutzten die Gäste jedoch kaltschnäuzig und der bis dahin eher glücklose Moritz Pesch erzielte mit einem Hattrick die 11:14 Halbzeitführung für den SV Remshalden.

Die zweite Hälfte wirkte über lange Strecken sehr zerfahren. Auch das Schiedsrichtergespann, das für ein Freitagabendspiel unglücklicherweise aus Ulm angesetzt wurde und erst 20 Minuten vor dem offiziellen Spielbeginn die Halle erreichte, musste offensichtlich dem Anfahrtsstress Tribut zollen und sorgte mit zahllosen Entscheidungen für große Verwunderung bei Spielern, Offiziellen und Zuschauern. Vor allem bei der Strafzeitenverteilung von 9:2 herrschte doch eine recht ungleiche Regelauslegung. Bis zum 18:21 durften die VfL Fans noch auf eine Überraschung hoffen, ehe die Zeitstrafen acht und neun endgültig dem Remshaldener Sieg den Weg ebneten. Sehr souverän zogen die Gäste in den letzten zehn Minuten von 21:18 auf 30:21 davon und zeigten nun, warum sie auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Nun gilt es für den VfL, am kommenden Freitag unbedingt das Heimspiel gegen die HSG Ostfildern zu gewinnen, um sich nicht noch bedrohlich den Abstiegsrängen zu nähern.

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Foto: ZVW Online

VfL: Doll, Hämmerling; Brugger 1, Grüninger, Gonschorek, Liebing 6, Asmuth 3, Tutsch 4, Mayer, Hintennach, Schwarz 2, Baumgarten 2, Marjanovic 4/3, Hellmann
SV Remshalden: Eckstein 6, Tögel 2, Ruge 2, Holczer 1, Klemm, H. Wiesner2, A. Wiesner 1, Huber, Mühleisen, Seybold 4, Rascher 4/3, Wehner, Pesch 7, Knück

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