F1-Der VfL kratzt an der Überraschung

24. Januar 2016

HCD Gröbenzell – VfL Waiblingen Handball 27:22 (11:16) 

[sl] In der 40. Spielminute zeigte die Anzeigentafel in Gröbenzell eine 20:14 Führung des VfL und ein Erfolg beim Tabellenzweiten lag förmlich in der Luft. Am Ende stand der VfL jedoch mit leeren Händen da und verlor noch deutlich mit 27:22.

Nach wie vor ohne Spielmacherin Sinah Hagen und die verhinderten Barth und Lier brachen die Waiblingerinnen gen München auf. Mit vier bis fünf Trainingseinheiten pro Woche und dem neuen Trainerteam Fialekova/Zimmermann war man auf den Rückrundenstart gut vorbereitet. Da es im ersten Spiel gleich zum Tabellenzweiten Gröbenzell ging, machte man sich im Vorfeld der Partie nicht all zu viele Hoffnungen dort zu punkten.

Waiblingen startete furios mit einer gut aufgelegten Simona Pilekova, die mit ihrem vierten Treffer in der 11. Spielminute die 6:2 Führung markierte. Die Gröbenzeller, sichtlich überrascht von der Waiblinger Anfangsstärke, kamen zwischenzeitlich auf 6:9 heran ehe Mara Seitzer und Steffi Frick zum 14:7 und dadurch zu einem 7-Tore Vorsprung erhöhten. Gröbenzell nahm nun Pilekova in Manndeckung und Gröbenzell konnte bis zum 16:11 Pausenstand den Rückstand noch um zwei Treffer verringern.

Trotz des sehr hohen Tempos und der häufig verschlafenen Anfangsphasen des VfL nach Wiederanpfiff kamen die Waiblingerinnen gut aus der Kabine und Annika Friedrich war es vorbehalten, in der 40. Spielminute, mit einem verwandelten 7 Meter das 20:14 zu markieren. Eine faustdicke Überraschung lag nun in der Luft. Die Waiblinger Luft hingegen ging nun aus und der Gastgeber konnte, in dem bereits sehr schnellen Spiel, nochmals eine Schippe drauflegen. Waiblingen fand keine Lösungen mehr im Angriff und beim Stand von 20:17 nahm Zimmermann die Auszeit um den Spielfluss des Tabellenzweiten zu unterbrechen. Der HCD ließ sich nicht beirren und führte, nach einem 8:0 Lauf, binnen zehn Minuten, mit 22:20. Cora Goldmann konnte acht Minuten vor Ende nochmals auf 22:21 verkürzen, doch auch der letzte Hoffnungsschimmer verpuffte, da die Gröbenzeller, angetrieben von der starken Sevenja Jänicke, sich nun gerade so in einen Rausch gespielt hatten und die Partie mit 27:22 gewannen.

Der VfL spielte 40. Minuten grandios auf ehe die Kräfte ausgingen. Auch ein paar unnötige Zeitstrafen am Ende verhinderten den möglichen Punktegewinn. „Wir stehen zwar mit leeren Händen da, aber basierend auf die insgesamt doch sehr gute Leistung können wir positiv in die Zukunft schauen“, so das Fazit des Trainerteams. Am kommenden Samstag gastiert der ESV Regensburg in der Rundsporthalle. Beim „4-Punkte-Abstiegsduell“ wird voraussichtlich Sinah Hagen wieder einsatzbereit sein und die Waiblinger Optionen dadurch deutlich vielfältiger werden.

VfL: Fleischer; Nagy; Friedrich (3), Stadler, Beyerle (2), Fischer, Frick (4), Seitzer (1), Remsing (2), Pilekova (8), Kozar-Topalovic (1), Goldmann (1), Leßig.

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