M1-Chancenlos gegen Topteam

6. Dezember 2015

VfL Waiblingen Handball – NSU Neckarsulm 24:29 (9:16)

[fa] 42 Minuten knüpfte der VfL nahtlos an die desolate Vorstellung in Bietigheim an. Ohne sichtbare Gegenwehr, ohne Durchschlagskraft und ideenlos lag der Gastgeber beim 12:22 aussichtslos zurück. Nur in den letzten 18 Minuten zeigte die Mannschaft Charakter, zeigte zumindest phasenweise, was in ihr steckt und sorgte noch für etwas Ergebniskosmetik – allerdings nicht für mehr.

Nach seiner Bänderverletzung wieder einsatzbereit, traf Lukas Baumgarten zum viel versprechenden 1:0. Dies sollte aber die einzige Waiblinger Führung im Spiel bedeuten und auch den einzigen Treffer durch Baumgarten. Nach Robin Brugger’s 3:4 zogen die Gäste aus Neckarsulm unaufhaltsam davon. Angetrieben von ihrem Spielmacher Christian Gerber, den der VfL nie in den Griff bekam, wuchs der Rückstand binnen acht Minuten auf 4:10 an. Zwei Toren von Rechtsaußen Christian Tutsch läuteten die etwas bessere Schlussphase der ersten Hälfte ein, der Rückstand pendelte jedoch zwischen sechs und sieben Toren.

Wer auf ein Aufbäumen nach der Halbzeitpause gehofft hatte, sah sich allerdings bitter enttäuscht. Nach Kai Liebing‘s Siebenmetertreffer zum 10:16 brachen alle Dämme. Ohne sichtbare Gegenwehr zog Neckarsulm auf 12:22 – die Messe schien bereits nach 42 Minuten gelesen. Mehr Schwung und Emotionen brachten dann aber Arne Baumann und vor allem Joakim Schwarz ins Waiblinger Spiel. Vor allem Schwarz überzeugte mit vier sehenswerten Treffern aus dem Rückraum, bei Gegenstößen und von Linksaußen. Nach Baumann’s 18:24 und immerhin noch zwölf Minuten Restspielzeit flackerte ein Fünkchen Hoffnung in der Rundsporthalle auf. Doch die Gerber-Tore acht bis zehn beendeten kompromisslos jegliche Hoffnung. In der Schlussphase erzielte Damir Marjanovic, dem bis dahin quasi nichts gelungen war, noch fünf sehenswerte Treffer – leider viel zu spät.

Es bleibt die Hoffnung, dass der VfL im letzten Vorrundenspiel in Schwaikheim, das emotional sicherlich auf einem ganz anderen Niveau sein wird, die Form der Schlussminuten von Beginn an abrufen kann.

VfL WN: Doll, Hämmerling, Brugger 3, Liebing 4/2, Asmuth 2, Mayer 1, Tutsch 2, Hintennach, Schwarz 4, Baumgarten 1, Marjanovic 5/1, Baumann 2

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