F1-Deutlicher Pokalsieg

21. Dezember 2015

HVW Pokal 2. Runde: VfL Waiblingen – SG BBM Bietigheim3 38:16 (18:11)

[sl] Mit einem klaren 38:16 verabschiedete sich die Drittligamannschaft des VfL in die Winterpause. Die Gäste, als Tabellenzweiter der Landeliga Staffel 1 angereist, konnten in der ersten Halbzeit noch auf Tuchfühlung bleiben, in Abschnitt zwei zogen die Waiblingerinnen jedoch gnadenlos davon.

Nach der Trennung vom Trainerteam Haiber/Rost war vor Beginn der Partie die spannendste Frage, wer die Mannschaft von der Bank betreut. Der VFL beantwortete diese mit Adrian Müller, Trainer der Herren 2 und der A-Jugend Württemberg-Oberligamannschaft. Unterstützt wurde er von Annika Bier, die verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnte. Trotz dem Ausfall von Bier sowie den Langzeitverletzten Fialekova und Hagen, sahen die Zuschauer erstmals eine vollbesetzte Bank. Neben Fabienne Fischer und Laura Lier aus der ehemaligen Frauen 2 Mannschaft, war auch Katharina Leßig wieder an Bord. So viel sei schon mal vorab gesagt, alle kamen zum Einsatz und konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Bietigheim ging durch Franziska Müller und Carolin Schenke, die letztes Jahr noch das Trikot der VfL trug, mit 2:1 in Führung, welche jedoch die letzte für das ganze Spiel gewesen ist. Bis zum Spielstand zum 7:6 in der 14. Spielminute konnte der VfL noch keine wirklichen Akzente setzen. Zu häufig verfiel man in alte Muster und schloss unvorbereitet und überhastet ab. Dann kamen die Worte von Adrian Müller, konsequente 1. und 2. Welle zu spielen und im Positionsangriff den Ball laufen zu lassen, beim Team durch. Mit einem 7:0 Lauf zogen die Gastgeberinnen auf 14:6 davon (24.). Laura Liers Treffer zum 18:11 markierte dann den Halbzeitstand.

In seiner Halbzeitansprache zeigte sich Müller nicht ganz zufrieden mit seinem neuen Team und forderte die Mannschaft auf, den Klassenunterschied nun in allen Belangen zu zeigen und das Tempo gnadenlos hoch zu halten. Worte die sich die Flügelzange Frick und Seitzer sofort zu Herzen nahmen und mit sehenswerten Harpunen gemeinsam insgesamt 17 Treffer an diesem Nachmittag erzielten.
Den Torreigen in Abschnitt zwei eröffnete Katharina Leßig mit einem Schlagwurf aus dem Rückraum. In den ersten 14 Minuten der zweiten Halbzeit ließen die Waiblingerinnen überhaupt keinen Gegentreffer zu, arbeiteten konstant und aggressiv in der Abwehr und erhöhten den Vorsprung auf 26:11. Auch das verletzungsbedingte Ausscheiden, nach einem Kopftreffer, von Simona Pilekova, gab dem Waiblinger Spiel keinen Abbruch. Im Gegenteil, kam der VfL nicht im Gegenstoß zum Treffer, so wurde aus dem Positionsangriff geduldig gespielt und die Chance gesucht und fast immer gefunden. Gerade einmal fünf Gegentore kassierte der VfL in Hälfte zwei und beendete mit einem dreifachen Frick das Spiel mit 38:16.

Nach einer verkorksten Vorrunde in der 3. Liga Süd bescherte der VfL seinen Fans wenigstens noch einen deutlichen Pokalsieg. Waiblingen zeigte was in der Mannschaft steckt und was sie stark macht. Auf dieser Basis kann die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgebaut werden. Bevor die Spielerinnen in den Weihnachtsurlaub gingen fand am Sonntagabend noch die Weihnachtsfeier statt, bei dem man nochmal das eine oder andere Tor Revue passieren ließ.

VfL: Fleischer; Nagy; Fischer (1), Beyerle (6/1), Frick (10), Seitzer (7), Remsing (1), Pilekova (4), Kozar-Topalovic (5/4), Goldmann (2), Lier (1), Leßig (1).

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