M1-Letztes Aufgebot belohnt sich nicht

16. November 2015

VfL Waiblingen Handball – SG Schozach-Bottwartal 27:30 (13:13)

[fa]Letztes Aufgebot belohnt sich nicht für fulminanten Kampf. Nachdem Trainer Dominic Schaudt auch noch auf Lukas Baumgarten verzichten musste, überraschte er mit einer Startaufstellung, die kaum einer in der Waiblinger Rundsporthalle erwartet hatte und vor allem die Bottwartaler Gäste zunächst vor scheinbar unlösbare Aufgaben stellte. Joakim Schwarz begann auf Rückraum-Mitte und brachte seine beiden Halbspieler Robin Brugger und Kai Liebing immer wieder erfolgreich in Wurfposition. Die Abwehr wirkte zwar längst nicht so stabil wie der Angriff, aber da gab es ja auch noch einen Stefan Doll, der immer wieder mit seinen Paraden den Gästen den Zahn zog. Nach 16 Minuten und dem zweiten Kontertreffer von Holger Mayer führte der VfL mit 10:6 und es roch nach einer Sensation. Leider brachte die Bottwartaler Auszeit den Gastgeber außer Tritt. Vor allem im Angriff fehlte nun der konsequente Abschluss. Der Wechsel der ungewöhnlichen Startsechs brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der 13:13 Halbzeitstand darf aus Gästesicht durchaus als glücklich bezeichnet werden, das forsche Waiblinger Auftreten hatte sicherlich mehr verdient.

Die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte hatte zehnmal das identische Muster: Waiblingen ging in Führung, Bottwartal erzielte umgehend den Ausgleich. Damir Marjanovic kam nun gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen besser in Fahrt, verzweifelte aber zusehends am immer einseitiger pfeifenden Schiedsrichtergespann. Neben dem bereits in der ersten Halbzeit durch einen Sturz auf den Hinterkopf ausgefallenen Christian Tutsch musste Dominik Schaudt ab der 45. Minute auch noch auf den letzten Linkshänder Kai-Steffen Liebing verzichten, dem seine alte Verletzung ein Weiterspielen nicht mehr möglich machte. So lag nun die ganze Last des Torewerfens auf dem achtfachten Torschützen Robin Brugger, der aber in den entscheidenden Phasen ein paarmal zu viel unglücklich am Bottwartaler Gebälk scheiterte. Nach dem 23:22 erzielte die SG vier Treffer in Folge, der unermüdlich kämpfende Felix Hintennach erzielte das 26:28, scheiterte jedoch eine halbe Minute später beim möglichen Anschlusstreffer frei vom Kreis. Beim 26:29 90 Sekunden vor Abpfiff was das Spiel war entschieden, die kleine Waiblinger Truppe konnte sich nicht für den großen Einsatz belohnen.

Doll, Hämmerling; Brugger 8, Hellerich, Liebing 5/1, Asmuth 1, Tutsch 1, Mayer 3, Hintennach 2, Schwarz, Marjanovic 7/3, Baumann

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