M1-Dritter Sieg in Folge

2. November 2015

SV Vaihingen – VFL Waiblingen Handball 31:35 (11:16)

[fa] Nach dem eher misslungenen Saisonstart klettert der VFL Waiblingen nach seinem dritten Sieg in Folge auf den 7. Tabellenplatz und hat zum ersten Mal ein positives Punkteverhältnis. Mit der Angriffsleistung seiner Mannschaft durfte Trainier Dominik Staudt nach einer holprigen Anfangsviertelstunde sehr zufrieden sein, mit der Abwehrleistung ganz sicher nicht. Getrübt wurde die Freude über den Sieg durch eine schlimme Knieverletzung, die sich Adrian Müller in der Abwehr zuzog. Er musste noch während des Spiels ins Krankenhaus.

Vaihingen präsentierte sich nicht wie ein punkteloses Tabellenschlusslicht und spielte von Beginn an forsch aufs Waiblinger Tor. Da die Gäste in der Anfangsphase ihr Zielvisier noch nicht richtig eingestellt hatten und zudem auch zu pomadig in der Vorwärtsbewegung wirkten, führte die SV verdient mit 6:3. Erst jetzt begriffen die Spieler die Ernsthaftigkeit des Spiels, wirkten etwas stabiler in der Abwehr und vor allem viel durchschlagskräftiger im Angriff. Robin Brugger, Jan Asmuth und Damir Marjanovic erzielten ihre Treffer scheinbar mühelos. Die Gastgeber gerieten schnell ins Hintertreffen. Einzig die erneut katastrophale 7-Meter Ausbeute verhinderte eine frühe Vorentscheidung, so konnte Vaihingen den Halbzeitrückstand mit fünf Treffern noch einigermaßen im Rahmen halten.

Nach einem nur kurzen kämpferischen Aufflackern des Heimteams schien der VFL früh den Sack zuzumachen und setzte sich auf 20:13 ab. Vielleicht war es auch diesem vermeintlich sicheren Vorsprung geschuldet, dass die Waiblinger für die restliche Spielzeit in einen kollektiven Abwehrschlummer verfielen. Den Vaihinger Angreifern gelang es immer wieder mühelos am 9-Meter Raum relativ frei zum Wurf zu kommen und fast immer landeten diese Rückraumwürfe auch im Waiblinger Tornetz. Doch die Gastgeber zeigten auch deutlich, warum sie am Tabellenende stehen. Denn auch die SV Defensive erwies sich als sehr löchriges Gebilde. Die nun praktizierte offenere Variante erlaubte Waiblingens Kreisläufer Lukas Baumgarten ungewöhnliche Freiräume und zahlreiche beste Wurfmöglichkeiten. Für die Zuschauer war es sicherlich ein sehr abwechslungsreiches Angriffsspektakel, für die Trainer ein defensives Fehlerfestival. Der Vorsprung pendelte meist um fünf Treffer, erst in den Schlussminuten, als einige Waiblinger Würfe an die Latte klatschten, konnte Vaihingen auf drei Treffer verkürzen. Enger wurde es zum Glück nicht mehr, der verdiente Auswärtssieg hätte jedoch viel höher ausfallen können wenn nicht gar müssen.

Am kommenden Samstag steht nun die 3. Waiblinger Hüttengaudi in der heimischen Rundsporthalle auf dem Programm ehe in zwei Wochen das Spitzenteam aus Bottwartal seine Visitenkarte abgibt.

VfL: Doll, Hämmerling; Brugger 7, Hintenach, Müller 1, Mayer 3, Schwarz, Baumgarten 6, Tutsch 1, Baumann 1, Marjanovic 7/2, Asmuth 7, Liebing 2/1.

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