F1-VfL muss den Blick nach unten richten

23. November 2015

VfL Waiblingen – HSG TB/TG Pforzheim 25:27 (18:13)

[fm] Die Waiblinger Handballerinnen haben das Drittliga-Duell gegen den Tabellennachbarn HSG TG/TB Pforzheim mit 25:27 (18:13) verloren und müssen nun den Blick nach unten richten. In einem Spiel auf technisch sehr mäßigem Niveau reichte der Rumpftruppe auch die 20:14-Führung nicht. Am Ende ging erneut die Luft aus, es wurden hochkarätige Chancen versiebt.

Die erste Halbzeit war ein Festival an technischen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Ob Schrittfehler, Fehlabspiele oder einfachste Fangfehler: Waiblingen und Pforzheim überboten sich anfangs gegenseitig mit solchen Pannen, die nicht drittligareif waren. Immerhin fing sich der VfL nach rund elf Minuten und reduzierte die Fehlerquote etwas. Gegen harmlose Gäste zog die Heimmannschaft vom 3:3 innerhalb von nur fünf Minuten auf 8:3, später sogar auf 12:6, davon. Die Abwehr stand ordentlich und hatte bis dahin den Pforzheimer Rückraum mit Anika Henschel und Franziska Ramirez weitgehend im Griff. Mit der Pausenführung von 18:13 sah es noch gut für Waiblingen aus. Auch wenn klar war, dass es mit nur zwei Auswechselspielern, die bis dahin kaum zum Einsatz kamen, noch schwer im zweiten Durchgang werden wird.

Der Beginn der zweiten Hälfte war erneut von vielen technischen Fehlern geprägt. Erst nach dreieinhalb Minuten fiel der erste Treffer überhaupt. Der VfL baute seine Führung nochmals leicht auf 20:14 aus, noch waren gut 22 Minuten zu spielen. Doch dann nahm das Unheil aus Waiblinger Sicht seinen Lauf. Das VfL-Spiel wurde immer druckloser, die Abwehr unkonzentrierter. Inklusive Torhüterin Lisa Fleischer, die im ersten Durchgang noch zahlreiche tolle Paraden zeigte. Pforzheim witterte nun Morgenluft und kam oft durch einfachste Kreuzbewegungen im Rückraum Tor um Tor heran. Zehn Minuten vor dem Ende kassierte der VfL beim 22:22 wieder den Ausgleich. Dennoch hätte es zu einem Sieg reichen können, ja eigentlich müssen. Doch nun versagten in den entscheidenden Momenten auch noch die Nerven beim Torabschluss. Steffi Frick holte sechseinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff beim 25:24 nochmals die Führung für Waiblingen heraus. Doch das sollte, ähnlich wie schon eine Woche zuvor in Freiburg, der letzte Treffer für den VfL sein. Verworfene Großchancen, fehlende Laufbereitschaft und keine Spielerin mehr, die Verantwortung übernehmen konnte. Pforzheim bedankte sich und warf noch drei Tore zum 27:25-Auswärtssieg in einem insgesamt sehr schwachen Spiel.

Für die Waiblinger Trainerin Monika Haiber steht nun dringend Aufbauarbeit und weiteres Athletiktraining an. Auch wenn die Kraft aufgrund der aktuell dünnen Spielerdecke nicht für ein ganzes Spiel reichen kann, Gegner wie Pforzheim oder demnächst Bietigheim müssen trotzdem geschlagen werden, will der VfL nicht doch noch in den Abstiegskampf abrutschen.

VfL Waiblingen: Fleischer, Nagy; Bier (4/2), Beyerle (3), Frick (2), Seitzer (5), Remsing (6), Pilekova (3), Kozar-Topalovic (2), Goldmann.

HSG Pforzheim: Ionita, Breinich; Steegmüller (1), Markovic, Antonewich (8), Sommerrock (3), Langenberg, Henschel (6), Buck, Ramirez (5), Vyslouzilova (4), Schückle.

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