mjA – Gutes Spiel, toller Fight, keine Punkte

11. Oktober 2015

VfL Waiblingen Handball – TSV Weinsberg 31:33 (12:17)

[fa] Betreten die Weinsberger Spieler das Parkett, ist bereits optisch klar, warum dieses Team der Topfavorit der Württembergliga ist: zwei Hünen am Kreis und von Linksaußen bis Halbrechts alle Spieler mit Gardemaß von mindestens 1,90 m. Bereits in der Anfangsphase schloss Robin Brugger nahtlos an seine guten Angriffsleistungen der Vorwochen an. Drei Treffer durch ihn standen beim 4:4 auf dem Tableau. Bis zum 9:10 in der 22. Minute waren es dann vornehmlich die Außen, die den VfL im Spiel hielten. Zweimal Holger Mayer, Richard Babjak und Arne Baumann mit einem akrobatisch verwandelten Abpraller waren hierbei erfolgreich. Trotz dieses knappen Rückstands haderten die Gastgeber von Spielbeginn an mit teilweise hanebüchenen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, das eine sehr exklusive Regelauslegung vertrat. Weinsberg nutzt die daraus entstandene Verwirrung kaltschnäuzig aus und zog danach scheinbar unaufhaltsam auf 9:15 davon.

Logo-TSV-Weinsberg-336x180Dieser Rückstand von sechs Toren hatte über die Halbzeitpause bis zum 38. Minute Bestand und nur noch die kühnsten Optimisten glaubten zu diesem Zeitpunkt an einen Waiblinger Erfolg. Kai-Steffen Liebing und Damir Marjanovic, denen in der ersten Halbzeit kaum eine gute Aktion gelang, schossen sich danach in einen wahren Torerausch. Dazu überzeugte Richard Babjak als sicherer Vollstrecker von Rechtsaußen. Ein 4:0 Zwischenspurt binnen nicht einmal zwei Minuten, eine einminütige Verschnaufpause und ein weiterer 3:0 Lauf und nach gerade einmal 44 Minuten war das 22:22 Unentschieden erreicht. Erst jetzt fing sich der angeschlagene Favorit und konnte über die rechte Angriffseite durch Tim Landenberger und Lukas Köder immer wieder in Führung gehen. Sage und schreibe siebenmal gelang dem VfL in der nun absolut hochklassigen Partie der Ausgleich. Das letzte Mal in Unterzahl zum 31:31 mit dem achten Treffer von Kai-Steffen Liebing 70 Sekunden vor dem Abpfiff. Aber die Gäste hatten das notwendige Pfostenglück und erzielten in Überzahl die erneute Führung. Der letzte Waiblinger Wurfversuch fand leider nicht mehr den Weg durch die hochgewachsenen Abwehrhände. Dem TSV gelang mit Schlusssirene noch der unbedeutende Treffer zum 31:33 Endstand.

Mit dieser sicherlich besten Saisonleistung zeigte der VfL eindrucksvoll, dass er auch mit der besten Mannschaft der Liga auf Augenhöhe mitspielen kann. Nur Nuancen fehlten zum eigentlich hochverdienten Teilerfolg.

VfL WN: Doll, Hämmerling, Brugger 4, Liebing 8/1, Asmuth 1, Mayer 3, Müller, Tutsch, Hintennach 1, Babjak 4, Schwarz 1, Baumgarten 1, Marjanovic 7/4, Baumann 1

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