F1 – Waiblingen muss Abwehr-Nuss knacken

9. Oktober 2015

VfL vor schwierigem Auswärtsspiel beim Zweitliga-Absteiger SV Allensbach

Dank des spielfreien Wochenendes haben die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen viel Zeit gehabt, sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Das intensive Training war auch nötig: Es geht zum Zweitliga-Absteiger SV Allensbach, einem der Ligafavoriten. Um zu bestehen, muss der VfL die unangenehme und sehr offensive Abwehr des Gegners knacken.

SV Allensbach (4. Platz, 4:0 Punkte) – VfL Waiblingen (6. Platz, 2:2 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr). Wichtig nach der ärgerlichen 20:21-Auftaktniederlage in heimischer Halle gegen den HCD Gröbenzell war für Waiblingen der deutliche 32:25-Auswärtserfolg beim ESV Regensburg. Zwar zählt VfL-Trainerin Monika Haiber den Gegner nicht zu den besten Teams der Liga. „Aber auch in Regensburg muss man erst mal gewinnen.“ Insgesamt war sie mit dem Auftritt ihrer Mannschaft, die sich immer mehr finde, zufrieden. Auch wenn freilich noch längst nicht alles rund lief: „Wir hatten ein paar Schwächephasen und haben zu viele Tore gekriegt.“ In der zweiten Hälfte habe die Abwehr des VfL ziemlich nachgelassen. „Da müssen wir im nächsten Spiel eine Schippe drauflegen.“

Denn sonst könnte die Stimmung bei der Rückfahrt sehr trübe werden. Der nächste Gegner gehört als Absteiger zu den großen Favoriten in der 3. Liga Süd. Zwar hat der SV Allensbach die zum Teil langjährigen Leistungsträgerinnen Nathalie Jänisch (jetzt Co-Trainerin), Kirsten Watzke, Nadja Zogg, Anne Münzer und Sabine Stockhorst verloren und kaum Neuzugänge geholt. Doch auch mit dem reduzierten Kader des neuen Trainers Claus Ammann stellt der Verein ein Topteam. Haiber: „Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen, es gibt keinen Leistungsabfall.“ Die Stärke zeigte sich schon in der ersten Partie. Mit 45:20 wurden die Gäste aus Regensburg abgefertigt. Mehr kämpfen musste der SVA im Auswärtsspiel bei der HSG TB/TG Pforzheim, das er mit 28:25 gewann.

Haiber betont, ihr Team habe die spielfreie Zeit dazu genutzt, sich intensiv auf die Allensbacher vorzubereiten. Besonders auf das ungewöhnliche Abwehrsystem. „Sie spielen ein offensives 3:2:1. Wir sind es nicht gewohnt, gegen solche Mannschaften zu spielen.“ Die wichtigste Aufgabe für Waiblingen werde es sein, diese Defensive zu knacken.

Außerdem dürfe der VfL „eigentlich gar keine“ technischen Fehler machen. Denn die Allensbacher sind ausgesprochen flink und daher sehr erfolgreich mit der ersten und zweiten Welle. Die Spielerinnen sind allerdings nicht gerade groß gewachsen. Daher müsse Waiblingen versuchen, den SVA in den Positionsangriff zu zwingen, um einfache Tore zu verhindern.

Für Monika Haiber wäre es keine Überraschung, wenn Allensbach und die TSG Ketsch am Saisonende um den Aufstieg kämpfen würden. Dennoch hält die VfL-Trainerin ihre Mannschaft im Auswärtsspiel nicht für den krassen Außenseiter. „Es wird ein sehr schwieriges Spiel in Allensbach, auf das wir uns aber sehr gut vorbereitet haben. Da könnte was drin sein“, so Monika Haiber.

Der Waiblinger Kader ist komplett. Auch die angeschlagenen Zofia Fialekova und Simona Pilekova, die laut Haiber immer besser in Tritt kommt, werden erneut für den VfL antreten.

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Zwar ist sie noch angeschlagen, doch Simona Pilekova (rechts) kommt beim VfL immer besser in Form. Bild: Steinemann

Quelle: zvw.de 09.10.2015 Text: Mathias Schwardt Foto: Steinmann

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