F1 – Spannung vor dem großen Derby

23. Oktober 2015

Aufsteiger SC Korb erwartet den in der Klasse etablierten VfL Waiblingen

[ms] Jugendlicher Sturm und Drang gegen Erfahrung – Aufsteiger SC Korb erwartet in der 3. Liga erstmals die Handballerinnen des VfL Waiblingen. Vor dem Derby ist die Spannung groß: Wer ist die beste Frauen-Mannschaft im Rems-Murr-Kreis? Beide Trainer sagen, dass es ein enges Spiel werden wird. Und freilich wollen beide Teams gewinnen.

SC Korb (4. Platz, 5:3 Punkte) – VfL Waiblingen (6. Platz, 4:4 Punkte; Samstag, 18.15 Uhr, Ballspielhalle). Die Korberinnen sind in guter Form. Das hat der deutliche 21:12-Erfolg beim ESV Regensburg gezeigt. Zur Pause hatten die Gäste nur knapp mit 10:8 die Nase vorn gehabt, danach zogen sie davon. Eine Folge der besseren Kondition der Korberinnen? Ja, bestätigt Coach Jürgen Krause. Allerdings zählt er Regensburg nicht zu den Spitzenteams der Liga. Und in Spielen gegen diese habe seine Mannschaft sicherlich keinen Fitness-Vorteil.

Das soll aber nicht die starke Leistung des SC in Regensburg schmälern. „Ich war sehr zufrieden, vor allem mit der Abwehr und beiden Torhüterinnen.“ Krauses Befürchtung, die lange Busfahrt zum Auswärtsspiel könnte sein Team aus dem Konzept bringen, bestätigte sich nicht. Ein paar Tore mehr hätten es nach dem Geschmack des Trainers sein können, aber: geschenkt. Viel wichtiger war ihm, dass Korb nur wenige technische Fehler beging. Eine gute Voraussetzung fürs Derby.

Waiblingen rechnet Krause zu den Spitzenteams hinzu. Als Belege führt er die nur knappe Niederlage des VfL in Allensbach und den Sieg über Gröbenzell an. Der Korber Coach, der früher auch in Waiblingen auf der Trainerbank saß, erwartet eine bissige Partie. Vor dem Prestigeduell zwischen den beiden klassenhöchsten Frauen-Mannschaften im Rems-Mur-Kreis hat er einen regelrechten Hype im Umfeld ausgemacht. „Jeder will die Nummer eins sein.“

Der Korber Kader ist komplett

Der VfL sei hervorragend besetzt. Krause nennt die „beiden Flügelflitzer“ Mara Seitzer und Annika Bier sowie die starken Rückraumspielerinnen Simona Pilekova und Sinah Hagen. Dass der Kader des VfL dünn ist, sieht Krause nicht unbedingt als Nachteil: „In meiner Möglinger Zeit habe ich nur acht Spielerinnen gehabt und wir haben eine super Saison gespielt.“ Für Korb gelte es, die große Bundesliga-Erfahrung des VfL durch jugendliche Schnelligkeit wettzumachen. „Die Tagesform wird entscheiden.“ Der Kader des Gastgebers ist komplett.

Der Derby-Gegner Waiblingen hätte die Generalprobe fürs Derby fast verpatzt. In der Porsche-Arena leistete sich der VfL gegen die Gäste der HSG Sulzbach/Leidersbach zahlreiche Unzulänglichkeiten, gewann aber immerhin noch mit 27:24 (13:10). Der Sieg war für VfL-Trainerin Monika Haiber denn auch das Positivste am Spiel. „Und es hat sich niemand verletzt.“ Überragend gewesen sei Torhüterin Tünde Nagy, sie hat uns komplett im Spiel gehalten“. Ansonsten habe die Mannschaft einen rabenschwarzen Tag erwischt, geschuldet vielleicht auch der Aufregung vor dem Auftritt in der Porsche-Arena. „Wir hatten viel zu viele Lücken in der Abwehr und technische Fehler.“

Und dann gab’s auch noch eine Hiobsbotschaft: Aufgrund ihrer anhaltenden Probleme mit den Achillessehnen hat Zofia Fialekova mit sofortiger Wirkung ihre Karriere als Spielerin beendet. „Das ist ein herber Rückschlag für uns.“ Sie werde die Mannschaft aber weiterhin unterstützen.

Haiber ist davon überzeugt, dass der VfL im Derby wieder anders auftreten wird als gegen Sulzbach. Sie erwartet ein Duell auf Augenhöhe, in dem Nuancen entscheiden werden. „Korb ist in der Breite weitaus besser besetzt als wir. Es ist eine junge, sehr dynamische und hungrige Mannschaft.“ Dafür seien die Waiblingerinnen erfahrener. „Es ist die Frage, inwieweit uns das einen Vorteil verschafft.“ Konditionell sei der VfL dazu in der Lage, über 60 Minuten mitzuhalten. Es werde aber ein sehr anstrengendes Spiel.

Unbedingt abstellen müsse das Team die technischen Fehler, um nicht in Tempogegenstöße zu laufen. Ziel sei es deshalb, Risikopässe und überhastete Aktionen zu vermeiden und den Spielaufbau ruhig zu gestalten. Und freilich auch, mit der eigenen ersten und zweiten Welle erfolgreich zu sein. „Wir wollen die zwei Punkte gegen Korb definitiv haben.“ Angeschlagen beim VfL Waiblingen sind Annika Bier (Verletzung am Sprunggelenk) und Cora Goldmann (krank).

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Quelle: ZVW.de 23.10.2015 

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