M1 – Punkteteilung in rassigem Derby

28. September 2015

SV Remshalden – VfL Waiblingen 33:33 (17:16)

(arw). Da steckte alles drin, was ein Derby in der Handball-Württemberg-Liga auszeichnet: Spannung, Dramatik, Kampf. Die SV Remshalden dominierte über weite Strecken, führte fast über die gesamte Spielzeit und musste am Ende beim 33:33. Da steckte alles drin, was ein Derby in der Handball-Württemberg-Liga auszeichnet: Spannung, Dramatik, Kampf. Die SV Remshalden dominierte über weite Strecken, führte fast über die gesamte Spielzeit und musste am Ende beim 33:33 (17:16) dennoch froh sein, wenigstens einen Punkt erkämpft zu haben.

Wie schon in der Vorwoche, dauerte es wieder fast fünf Minuten, bis der erste Treffer fiel. Dies lag unter anderem auch daran, dass Tobias Klemm im Tor der SVR sich mit mehreren Paraden auszeichnete. Bis zur zwölften Minute legte Remshalden jeweils einen Treffer vor, doch der VfL erzielte immer wieder den Ausgleich, insbesondere Robin Brugger traf in der Anfangsphase fast nach Belieben.

Auffällig bereits zu Beginn war die hohe Zahl der Siebenmeter, die Oliver Ruge aufseiten der SVR sicher verwandelte. Markus Tögel erzielte mit dem 7:5 erstmals eine Zwei-Tore-Führung für die Gastgeber. Die Auszeit der Waiblinger zeigte Wirkung, beim 8:8 war die Partie wieder offen. Doch Remshalden legte nach, ein Doppelschlag von Kreisspieler Felix Holczer bedeutete die 13:10-Führung.

In dieser Phase schaffte es die SVR nicht, Sicherheit ins Spiel zu bringen. Die Abwehr erlaubte ein ums andere Mal dem VfL einfache Treffer und so kam Waiblingen wieder gefährlich nahe. Nun traf aufseiten der Gäste Richard Babjak, der von der Außenposition den Anschlusstreffer zum 15:14 erzielte. Remshalden rettete den hauchdünnen Vorsprung durch Treffer von Marian Rascher und einem zunächst umstrittenen Tor von Holczer zum 17:16 in die Pause.

Die SVR hatte den besseren Start, erzielte aus dem Rückraum drei Treffer und war beim 21:18 wieder deutlicher in Führung. Waiblingen ließ nicht locker, zwei Siebenmeter in Folge bedeuteten den erneuten Anschluss (21:20). Geschwächt wurde die ohnehin nicht sattelfeste Abwehr der Remshaldener in der 40. Minute. Eine von vielen fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten bedeutete die dritte Zeitstrafe für Abwehrspezialist Kenneth Eckstein, der daraufhin der SVR-Defensive fehlte.

Diese Schwächung nutzte der nun stark aufspielende Damir Marjanovic, der mit seinen Treffern für den erneuten Ausgleich sorgte (24:24). Von der 45. Minute an begann die wohl spielentscheidende Phase aus Sicht der Remshaldener. Sie ließen vier klare Torchancen ungenutzt und nahm sich zudem zu viele überhastete und ungenaue Würfe aus dem Rückraum.

Der Waiblinger Keeper Stefan Doll zeichnete sich mehrfach aus. Insgesamt 24 Fehlwürfe leistete sich das Team von Trainer Alexander Schurr, was mit dazu führte, dass die Gäste wieder auf Augenhöhe waren. Beim 30:30, knapp vier Minuten vor dem Ende, war die Partie wieder offen und an Dramatik kaum noch zu überbieten. Für den VfL kam es noch besser: Holger Mayer erzielte Treffer Nummer 31 und der Gast ging zum ersten Mal in Führung. Remshalden ließ eine weitere Chance liegen und musste im Gegenzug froh sein, dass der eingewechselte Daniel Mühleisen im Tor einen Siebenmeter vereitelte. Oliver Ruge erzielte mit seinem achten Strafwurf den erneuten Ausgleich (31:31), doch Waiblingen konterte und schien nach zwei Treffern in Folge beim 31:33 wie der sichere Sieger auszusehen. Doch Remshalden bewies Moral: Nach einem üblen Foul an Arne Wiesner sah Holger Mayer die rote Karte, Remshalden nutzte die Überzahl, Hendrik Wiesner schaffte den Anschluss. Im Gegenzug leisteten sich die Gäste einen Ballverlust, noch waren 30 Sekunden zu spielen. Trainer Schurr steckte die grüne Karte und schwor sein Team noch einmal ein.

Praktisch mit dem Schlusspfiff blieb es Kapitän Markus Tögel vorbehalten, den Treffer zum 33:33-Endstand zu erzielen.

Remshalden verpasste es, durch eigene Unzulänglichkeiten und vielen Schwächen in der Abwehr im Derby beide Punkte zu Hause zu behalten und musste am Ende froh sein, wenigstens noch den einen Zähler gerettet zu haben.

SV Remshalden: Klemm, Mühleisen; Eckstein, Tögel (4), Ruge (10/8), Holczer (4), H. Wiesner (4), A. Wiesner (1), Huber (1), Seybold (2), Rascher (1), Wehner (2), Pesch (2), Knück (2).

VfL Waiblingen: Doll, Hämmerling; Brugger (5), Liebing (1), Asmuth (7), Mayer (4), Müller, Tutsch, Babjak (5), Schwarz, Marjanovic (10/4), Baumgarten (1), Baumann.

2015-09-28-Foto: ZVW
Uli Seybold hebt ab: Die SV Remshalden musste sich im Derby mit einem Punkt
gegen den VfL Waiblingen begnügen. Foto: ZVW

Quelle: ZVW.de vom 28.09.2015

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