M1-Waiblingen deutlich unterlegen

21. August 2015

Handball, württembergischer Supercup:
TSV Schmiden – VfL Waiblingen 34:25 (14:13)

[twa] Die Handballer des TSV Schmiden sind württembergischer Supercup-Sieger. Im Vorspiel des deutschen Supercups haben sie sich in der Stuttgarter Porsche-Arena verdientermaßen mit 34:25 (14:13) gegen den VfL Waiblingen durchgesetzt. Nach einem starken Start ließ der VfL nach.

Im Spiel des Meisters der Württembergliga gegen den HVW-Pokalsieger schien das besondere Ambiente zunächst Letzteren zu beflügeln: Der VfL Waiblingen legte los wie die Feuerwehr. Nach fünf Minuten führte das Team des neuen Trainers Dominik Schaudt mit 4:0, Holger Mayer legte nach acht Minuten zum 7:2 nach. Bis dahin hatte der sehr gute Waiblinger Torhüter Philip Hämmerling die Schmidener mit neun Paraden zur Verzweiflung gebracht.

Nach und nach jedoch kam auch der Keeper des TSV auf Touren: Kevin Kirr war bei den teilweise zu unpräzisen und unvorbereiteten Würfen der Waiblinger auf dem Posten und maßgeblich an der Aufholjagd des Aufsteigers in die Baden-Württemberg-Oberliga beteiligt. Mit einem 8:0-Lauf binnen zehn Minuten drehte das Team des Trainergespanns Tim Baumgart/Maik Hammelmann die Partie zum 10:7. Doch die Waiblinger kämpften sich zurück. Lukas Baumgarten, neuer Mann am Kreis des VfL, mit einem Doppelschlag und Mayer per Konter glichen zum 10:10 aus (22.). Die Partie blieb zunächst ausgeglichen, Schmiden rettete die 14:13-Führung in die Pause.

Zurück aus der Halbzeit kamen die Schmidener mit Axel Steffens, der in den ersten 30 Minuten noch auf der Bank Platz genommen hatte. Und der Ex-Waiblinger führte sein Team geschickt und war trotz kurzer Deckung kaum zu bändigen. Zudem blieb auch der eingewechselte Hammelmann häufig Sieger im direkten Duell, und spätestens nach dem 21:16 durch Marius Roming (38.) hatte Schmiden die Partie im Griff. Der VfL agierte oft zu kompliziert, Steffens 24:17 bedeutete nach 43 Minuten bereits die Vorentscheidung, beim 26:17 betrug der Vorsprung des TSV erstmals neun Tore. Die Waiblinger bemühten sich zwar weiterhin, auf mehr als sechs Tore indes kamen sie nicht mehr heran. Beim 24:30 (57.) durch Adrian Müller war die Partie aber längst durch. In den Schlussminuten konterte Schmiden den VfL zum 34:25 aus und ging letztlich als klarer Sieger und Supercup-Gewinner vom Platz.

Drei Wochen vor dem Saisonstart bleibt dem VfL-Trainer Dominik Schaudt die Erkenntnis, dass er noch ein bisschen Arbeit vor sich hat. Ganz so deutlich indes wie es das Resultat vermuten lässt, war der Leistungsunterschied nicht. Und zu Beginn deutete der VfL an, wozu er fähig ist.

TSV Schmiden: Kirr, Hammelmann; Schäfer (2), Danz (3), Frank (5), Flender (4), Pfohe, Pabst (4), Joos (1), Steffens (3), Roming (5), Porges (1), Lemkühler (5/1), Züfle (1).

VfL Waiblingen: Hämmerling; Brugger (3), Liebing (5), Gonschorek, Mayer (4), Müller (1), Tutsch (2), Hintennach, Babjak (1/1), Schwarz, Baumgarten (6), Marjanovic (2), Baumann (1).

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