F1 – Waiblingen schlägt Korb hochverdient

3. Mai 2015

Finalrunde des Verbandspokals in Korb / SC Korb – SG VfL Waiblingen 27:29 / VfL wird Vizepokalsieger

Mit einem Kraftakt sind die personell stark dezimierten Handballerinnen der SG VfL Waiblingen am Freitag Vizepokalsieger geworden. In der Verbandspokal-Endrunde schlug das Team im Halbfinale den Gastgeber SC Korb knapp aber hochverdient mit 29:27. Im Finale gegen den Drittligameister TG Nürtingen waren die Kräfte dann aufgebraucht (22:34).

Der erste Wunsch des SC-Trainers Jürgen Krause war in Erfüllung gegangen. Das Wetter am 1. Mai war schlecht, die Ballspielhalle in Korb deshalb knallvoll. Mit Trommeln und Sirenen sorgten die Fans für eine würdige Pokal-Atmosphäre. Im Zentrum des Interesses stand freilich das Halbfinal-Derby des Meisters der Baden-Württemberg-Oberliga gegen den künftigen Drittliga-Konkurrenten aus Waiblingen. Krause hatte ein enges Spiel vorhergesagt. Doch in der ersten Hälfte spielte nur eine Mannschaft: Waiblingen.

Und das, obwohl der VfL personell extrem geschwächt war. Von den nur acht Feldspielerinnen waren lediglich sechs fit. Die verletzte Simona Pilekova kam nur zeitweise zum Einsatz, auch die erkrankte Annika Bier biss auf die Zähne. Aufgrund der Verletzung von Katharina Blum war zudem Lisa Fleischer im Tor Alleinunterhalterin. Doch sie erwischte einen Sahnetag.

Einen übermotivierten Eindruck machte dagegen die Korber Torhüterin Lena Wolf. Sie kam in Hälfte eins ebenso wenig ins Spiel wie das gesamte Team. So bekam Aufsteiger Korb einen Vorgeschmack auf die kommende Saison. Mit einer solchen Leistung wie vor der Pause wird es in der 3. Liga Süd nichts zu erben geben. Der abgeklärte VfL nutzte die Schwäche des Gegners schnörkellos aus. Besonders die Außenspielerinnen hatten ihren Spaß. Zur zwölften Minute hatte Mara Seitzer bereits fünfmal getroffen. Da stand es 9:2 für den VfL.

Erschreckend aus Korber Sicht war, dass das Team für seine ersten drei Tore jeweils Siebenmeter benötigte. Die herausragende Caren Hammer verwandelte alle sicher. Das 4:11 durch Vildana Halilovic (14.) war der erste Treffer für den SC aus dem Spiel heraus. Mit 17:10 führte Waiblingen zur Pause, bei Korb herrschte Ernüchterung.

Dass es dann doch noch ein spannendes Derby wurde, hatte mehrere Gründe. Die endlich für Wolf im Tor stehende Stefanie Ege hielt klasse, die Korber Abwehr stand nun sicher. So konnte der SC sein Tempospiel aufziehen. Das Team profitierte aber auch davon, dass bei Waiblingen die Kräfte schwanden. Der Vorsprung schmolz, dennoch blieb der VfL stets in Führung.

Vor allem dank Hammer wurde es am Ende noch eng. In der 57. Minute kassierte die starke Bier eine Zwei-Minuten-Strafe, eine Minute darauf erzielte Hammer per Siebenmeter das 27:28. Am Schluss war’s hektisch: Hammer traf nur den Pfosten, und 20 Sekunden vor dem Ende machte Carolin Schenke für den aufopferungsvoll kämpfenden VfL mit dem 29:27 alles klar.

Video-  Ausschnitte auf ZVW.de

SC Korb: Wolf, Ege; Staiger (1), Itterheim (3), Krug, Gruber (4), Halilovic (5), Heil, Hammer (11/5)M. Cyklarz, J. Cyklarz, Hojczyk (3), Fenske.
SG VfL Waiblingen: Fleischer; Bier (8/2), Beyerle, Seitzer (7), Schenke (2), Pilekova (2), Hiller (1), Goldmann (1), Hagen (8).

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Nach einer ersten Hälfte, die klar für den VfL Waiblingen gelaufen war, wurde
das Halbfinal-Derby nach der Pause doch noch spannend. Hier kämpft Sinah Hagen
vom VfL (vorne) mit der Korberin Vildana Halilovic um den Ball.
Hinten links Simona Pilekova, rechts Jessica Krug. 
Foto: ZVW

Finale: SG VfL Waiblingen – TG Nürtingen 22:34 (9:16). Gerade einmal eine Stunde nach dem Derbysieg musste der VfL das Finale gegen den großen Favoriten und bisherigen Ligakonkurrenten Nürtingen bestreiten. Es wurde eine klare Sache für den Drittligameister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Die mit nahezu vollzähligem Kader angereiste TG hatte das erste Halbfinale gegen die SG BBM Bietigheim II, ebenfalls aus der 3. Liga Süd, mit 32:25 gewonnen. Im Finale holte sie sich mit einem 34:22-Kantersieg über den völlig entkräfteten VfL das Double.

Die Waiblinger Trainerin Monika Haiber brachte es nach der Partie auf den Punkt: „Wir sind jetzt froh, dass die Saison vorbei ist und sich keiner mehr verletzt hat.“

SG VfL Waiblingen: Fleischer; Bier (2/2), Beyerle (2), Seitzer (2), Schenke (4), Pilekova (2), Hiller (3), Goldmann, Hagen (7).
TG Nürtingen: Weiß, Fälchle-Strobelt; Kunicke (1), Stockhorst (2), Jahn, Wieder (1), Cleve (6), Breidert (5), Hofmann (11/2), Kärcher, Quattlender (1), Günthel (5), Bauer (2).

Quelle: ZVW.de Mathias Schwardt, vom 02.05.2015

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