M1 – Das war’s wohl

30. März 2015

VfL Waiblingen Handball – SG Bottwart 30:34 (17:10)

[fa] Schon öfters in dieser Saison zeigte die Württembergligamannschaft des VfL Waiblingen zwei verschiedene Gesichter – selten jedoch so krass und offensichtlich wie in der Partie gegen die SG Bottwartal. Agierte man in der ersten Halbzeit wie ein absolutes Topteam, souverän und selbstbewusst, spielte der VfL in der zweiten Hälfte vor allem in der Schlussviertelstunde wie eine Mannschaft aus dem hinteren Tabellendrittel.

Logo-SG-Bottwartal-180x180Nach der sehr torreichen Anfangsphase und einem 5:5 Zwischenstand nach sechs Minuten bei der auf Waiblinger Seite Markus Schumacher und Valentin Hörer die auffälligsten Spieler waren, streckte Bottwartals Spielertrainer Dennis Saur Markus Schumacher nieder. Statt einer durchaus möglichen roten Karten bekam Saur „nur“ eine Zweiminutenstrafe, über die sich der zweite SG Spielertrainer, Torhüter Bejamin Krotz, so echauffierte, dass er seinem Trainerkollegen gleich für vier Minuten kollegial auf die Bank folgte. Waiblingen nutzte diese vierminütige Überzahl in Person des sehr agilen Holger Mayer. Der zehnfache Torschütze war am Samstagabend kaum zu halten und bestach vor allem durch seine zahlreichen Kontertore. Binnen zehn Minuten setzten sich die Gastgeber bis auf 12:6 ab und bestach in dieser Phase vor allem durch eine gute Abwehrarbeit und einem glänzend aufgelegten Stefan Doll im Waiblinger Gehäuse. Bei der 17:10 Halbzeitführung hatten die Remstäler die sieben Tore Hinspielniederlage egalisiert, ein nicht zu vernachlässigender Faktor in der so engen Verfolgergruppe. Eigentlich musste sich der VfL sogar ärgern, dass einige hochkarätige Chancen liegengelassen wurden und der Vorsprung noch um einige Treffer höher hätte ausfallen können.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte Dennis Saur seine ganze Klasse. Fast im Alleingang schoss er die SG auf drei Tore heran. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch zweier Teams auf Augenhöhe. Gegen die sehr offensive 4:2 Abwehr der Gäste hatte Johannes Felden mit einigen wuchtigen Rückraumtreffern die richtige Antwort parat. Felden’s erster Einsatz nach seiner Daumenverletzung war umso wichtiger, da Valentin Weckerle einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Bis zum 27:23 in der 47. Minute konnte Waiblingen die Gäste einigermaßen auf Distanz halten. Doch danach brachen alle Dämme. Die viel zu passive Abwehr verließ sich nur auf ihre Blockqualität und dies war gegen den Linkshänder Philipp Kroll einfach viel zu wenig. Das 28:26 durch Ladislav Goga war das letzte Zeichen von Gegenwehr. Fünf Minuten später führte die SG bereits vorentscheidend mit 31:28. Bottwartal’s Siegtreffer zum 34:31 beendete diese 11:3 Serie der Gäste.

Waiblingen hatte tatsächlich den schon sicher geglaubten Sieg aus den Händen gegeben. Bei nun zwei Punkten Rückstand auf Bottwartal hat Waiblingen nur noch eine Chance auf den Relegationsplatz, wenn sie das letzte Saisonspiel gegen Weinsberg mit fünf Toren gewinnen und Weinsberg, Bottwartal und Waiblingen zu diesem Zeitpunkt punktgleich wären. Nun gilt es jedoch erst einmal, am Gründonnerstag die sich im deutlichen Aufwärtstrend befindenden Fellbacher zu schlagen.

VfL Waiblingen: Doll, Neckermann; Günthner 2, Hellerich, Mayer 10, Felden 5, Tutsch 1, Hintennach, Schumacher 5, Hörer 5/3, Baumann, Goga 2/1, Weckerle

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