F1 – Dem Waiblinger Rumpfteam geht die Kraft aus

16. März 2015

TV Großbottwar – SG VfL Waiblingen 24:16 (13:9)

[fm] Mit nur acht Feldspielerinnen hat das Drittliga-Handballteam der SG VfL Waiblingen die kurze Reise zum Lokalderby nach Großbottwar angetreten. Das 16:24-Endergebnis (9:13) lässt den Grund der Niederlage erahnen: Im Angriff fehlte es den Gästen an Durchschlagskraft, da sie in der Abwehr viel Aufwand betreiben mussten. Zudem fiel auch Nina Beyerle in der 42. Minute mit einer Knieverletzung aus. Das waren zu viele Rückschläge, um nach einem Acht-Tore-Rückstand noch eine erfolgreiche Aufholjagd zu starten.

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In Großbottwar erwischte Waiblingen einen klassischen Fehlstart. Die Abwehr war noch im Schlafmodus und dem Angriff unterliefen eine Reihe technischer Fehler, die die Gastgeberinnen zu schnellen Gegenstößen einluden. Nach fünfeinhalb Minuten lag Waiblingen mit 1:5 in Rückstand. Umstellungen im Angriff zeigten die gewünschte Wirkung. Die Abwehr von Großbottwar wurde stärker unter Druck gesetzt. Nina Beyerle, Zofia Fialekova und Maren Seitzer sorgten für die Waiblinger Treffer zum 5:5-Ausgleich. Alles war wieder offen. Der VfL betrieb in der Abwehr einen erfolgreichen, aber auch einen sehr hohen Aufwand. Die von Cora Goldmann gut organisierte Deckung und hervorragende Reaktionen von Keeperin Kata Blum hielten den Gast auch bis zum 9:9 (22.) im Spiel. Doch dann machte sich die dünne Spielerdecke bemerkbar. Vor allem im Angriff ging mit der nachlassenden Kraft auch die Konzentration und die Genauigkeit verloren. Die technischen Fehler häuften sich wieder, viele sehr gute Wurfmöglichkeiten wurden ausgelassen. Der TV Großbottwar zog bis zur Pause auf 13:9 davon.Mit Carolin Schenke und Sinah Hagen fehlten gleich beide etatmäßigen Mittelspielerinnen, mit Simona Pilekova die Shooterin im Rückraum und mit Kreisläuferin Natalie Straub eine weitere Wechselmöglichkeit. Das Waiblinger Trainerteam Monika Haiber und Thomas Rost nahmen daher noch Tabea Schmidt aus der zweiten Mannschaft ins Team.

Das Spielgeschehen änderte sich auch nach Wiederbeginn zunächst nicht. Während sich der Waiblinger Angriff weiterhin schwertat, stand die Abwehr ganz ordentlich. Bevor Fialekova in der 37. Minute per Siebenmeter die fast viertelstündige Waiblinger Torflaute beendete, hatte Großbottwar seine Führung jedoch schon auf acht Tore ausgebaut (17:9). Fünf Minuten später gab es den nächsten Rückschlag, als Nina Beyerle nach einem Zusammenprall mit der Ex-Waiblingerin Rosalie Belz verletzt ausscheiden musste. Die Hereinnahme von Tabea Schmidt, die sich gut einfügte, brachte nochmals etwas Entlastung. Die Abwehr stand weiterhin sehr ordentlich. Doch aufgrund der Personalmisere fehlten dem VfL die Wechselmöglichkeiten und die Kraft, noch eine Wende herbeizuführen.

Die TSV-Torhüterin Nicole Harjung hielt einige gute Bälle, zudem gab es die eine oder andere aus Waiblinger Sicht fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe gegen die SG VfL.  Trotz der deutlichen Niederlage bei einem nicht gerade vor Angriffstärke strotzenden Gegner waren die Waiblinger Trainer Monika Haiber und Thomas Rost nicht generell unzufrieden. Das Waiblinger Rumpfteam sei eng zusammengerückt und habe hervorragend gekämpft. Die Abwehr und die Torhüterleistungen passten, im Angriff war die Quote an technischen Fehlern und vergebenen freien Würfen jedoch zu hoch. Mit einem vollen Kader wäre das Spiel wohl anders gelaufen.

Zum nächsten Spiel am kommenden Sonntag (Anpfiff 17 Uhr) stehen Schenke, Hagen und Straub wieder zur Verfügung. Was wichtig ist, denn dann gastiert der Tabellenzweite TSG Ketsch in der Waiblinger Rundsporthalle.

SG VfL Waiblingen: Blum, Fleischer; Bier (1/1), Beyerle (3), Frick, Seitzer (3), Fialekova (7/4), S. Hiller (1), Goldmann, Schmidt (1).

Quelle: Frank Moser, ZVW.de vom 16.03.2015

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