M1 – VfL Waiblingen entlässt Abele

10. Februar 2015

Die Handballer des VfL Waiblingen sind Verbandspokalsieger und stehen in der Württembergliga auf Rang zwei. Umso überraschender kam am Montag diese Nachricht: Der Verein hat nach der 31:35-Niederlage in Oberstenfeld Trainer Michael Abele entlassen. Nur 6:4 Punkte bislang in der Rückrunde sind den Verantwortlichen zu wenig, sie sehen das Aufstiegsziel in Gefahr.

Vor der Saison hatten sich die Handballer vom Großverein VfL abgespalten und den neuen Club VfL Waiblingen Handball gegründet. Gleich für die erste Saison wurde der Aufstieg der Männer in die Baden-Württemberg-Oberliga geplant. Dafür verstärkten die Verantwortlichen das Team. Unter anderem mit Spielern, die in der 3. Liga zu den besten gehörten: Markus Schumacher und Valentin Hörer. Coach Michael Abele trug das Aufstiegsziel mit. Doch in Waiblingen herrscht eine besondere Stimmung. Nach Niederlagen ist die Nervosität groß, die Erwartungen im Verein und Umfeld sind gewaltig. Letztlich ist Abele daran gescheitert. Für Waiblinger Verhältnisse hat er lange durchgehalten: Knapp über eineinhalb Spielzeiten war er VfL-Trainer.

Nach einer tollen ersten Halbserie und dem Triumph im Verbandspokal hatte auch das Jahr 2015 glänzend begonnen: Innerhalb einer Woche gewann der VfL das Nachholspiel beim Mitfavoriten Weinsberg, siegte im ersten Rückrundenspiel in Fridingen und wurde baden-württembergischer Vizepokalsieger (zwei Partien an einem Tag). Eine Woche später setzte sich der VfL im Spitzenspiel gegen den Dritten TV Weilstetten 31:23 durch und sicherte sich dadurch den Sieg im direkten Vergleich.

Doch die folgenden drei Partien stießen der Vereinsführung offenbar sauer auf: das 21:25 in Schwaikheim, das trotz des 26:19 unansehnliche Spiel gegen Bittenfeld II und zuletzt das 31:35 in Oberstenfeld. „Alles Mannschaften aus dem unteren Mittelfeld“, sagt der VfL-Vorsitzende Steffen Leßig. Für ihn begann die Krise jedoch schon früher: „Seit unseren Erfolgen im Pokal und in Weinsberg hat es einen Bruch gegeben.“ Das Saisonziel Aufstieg sei nun in Gefahr. Spitzenreiter Schmiden ist dem VfL bei einem Spiel weniger auf vier Punkte enteilt, nur noch zwei Zähler beträgt der Vorsprung auf den Tabellendritten Weilstetten.

Was zur prekären Situation geführt habe, wisse keiner so genau. „Aber dass wir was ändern müssen, ist auch klar. Sicherlich ist der Trainer immer das schwächste Glied und wir waren mit der Arbeit von Michael Abele auch immer sehr zufrieden. Doch in dieser Phase bleibt uns gar nichts anderes übrig, als einen Neustart zu versuchen.“

Abele glaubt, dass er den Aufstieg mit dem VfL hätte schaffen können

Der entlassene Coach bedauert die Entscheidung des Clubs, sagt aber: „Das ist das Business.“ Andererseits ist Abele davon überzeugt, dass er mit dem Team den Aufstieg noch hätte verwirklichen können. „Das Verhältnis Trainer/Mannschaft ist allerbestens.“ Den Leistungseinbruch im Derby in Schwaikheim führt Abele auf die starke Belastung des Teams zu Jahresbeginn zurück. Und trotz der Niederlage sei die Partie zuletzt in Oberstenfeld aus Trainersicht nicht so schlecht gewesen.

Die Waiblinger aber haben wohl schon seit längerem andere Pläne. Vor 14 Tagen bereits habe ihm der Verein mitgeteilt, dass der VfL zur kommenden Saison einen neuen Trainer suche, so Abele. Gleichzeitig sei ihm die neu zu schaffende Vorstandsposition als sportlicher Leiter angeboten worden. Mit der Entlassung jetzt sind diese Gespräche hinfällig geworden.

Am Samstag steht das wichtige Spiel bei der Neckarsulmer SU an. Einen Nachfolger für Abele gibt es noch nicht, er soll kurzfristig präsentiert werden. Bis dahin wird der bisherige Co-Trainer Valentin Hörer das Training leiten. Verunsichert das Theater das Team nicht zusätzlich? Leßig: „Arg viel schlechter kann’s nicht werden.“

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Als Verbandspokalsieger und Tabellenzweiter beim
VfL entlassen: Michael Abele. Foto: Steinemann / ZVW

Quelle: zvw.de Mathias Schwardt, vom 10.02.2015

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