M1 – VfL Waiblingen empfängt den TV Weilstetten

16. Januar 2015

VfL Waiblingen empfängt den drittplatzierten TV Weilstetten

Nach der erfolgreichen, aber kräftezehrenden Woche mit vier Partien haben die Handballer des VfL Waiblingen schon wieder ein Spitzenspiel in der Württembergliga vor der Brust. Mit einem Heimerfolg gegen den Tabellendritten TV Weilstetten will das Team den zweiten Rang zementieren, um mehr Ruhe in den Kampf um die Aufstiegsplätze zu bringen.

VfL Waiblingen (2. Platz, 24:6 Punkte) – TV Weilstetten (3. Platz, 22:8 Punkte; Samstag, 20 Uhr). Gut gemeistert hat der VfL das Mammutprogramm in der vergangenen Woche. Auf den wichtigen Erfolg am Dreikönigstag im Favoritenduell in Weinsberg folgte in der Liga am Samstag ein 27:23-Pflichtsieg beim Kellerkind Fridingen. Tags darauf wurde Waiblingen in Pforzheim baden-württembergischer Vizepokalsieger und zeigte starke Leistungen gegen die Oberliga-Topteams TV Willstätt (35:31) und Sieger SG Pforzheim/Eutingen (23:28).

Michael Abele war hochzufrieden mit seiner Mannschaft, die Ende Februar im Achtelfinale des deutschen Amateurpokals antreten darf. Der Trainer hebt hervor, dass in Pforzheim die VfL-Leistungsträger Markus Schumacher (schwere Handprellung) und Valentin Weckerle (Magenprobleme) fehlten. Umso höher einzuschätzen sei deshalb der Erfolg. Um den erschöpften Spielern Zeit zur Regeneration zu geben, „haben wir nur sehr dosiert trainiert.“ Er ist zuversichtlich, dass das Team bis zum Spitzenspiel am Samstag wieder bei Kräften ist.

Mit Gegner Weilstetten hat der VfL eine Rechnung offen. Am zweiten Spieltag unterlag er beim Überraschungsteam der Saison mit 29:34. „Das war ein ziemlicher Nackenschlag. Deshalb wollen wir jetzt zeigen, dass wir gegen die Mannschaft gewinnen können.“ Der VfL-Trainer warnt aber vor den jungen, starken Spielern des TV, namentlich Felix Saueressig (Rückraum Mitte) und Nico Ferdinand (halblinks).

Waiblingen müsse versuchen, wieder eine stabile Abwehr zu stellen. „Dann wird’s sehr schwer, gegen uns zu gewinnen. Wir sollten es tunlichst schaffen, Weilstetten zu distanzieren, um Ruhe reinzubringen“ Schumacher und Weckerle werden wohl wieder mit dabei sein, fehlen wird weiterhin der verletzte Felix Hintennach.

SG Bottwartal (5. Platz, 18:12 Punkte) – TV Bittenfeld II (6. Platz, 17:13 Punkte; Samstag, 20 Uhr). Drei Punkte aus den ersten zwei Spielen im Jahr 2015 hat der TVB II verbucht. Beim 27:27 gegen Flein hatte die junge Mannschaft mehrfach die Vorentscheidung in der Hand gehabt, machte den Sack aber nie zu. Am Ende wäre Bittenfeld vom abgezockten Gegner fast noch mit einer Niederlage bestraft worden.

Abgezockt dürfte auch der nächste Gegner SG Bottwartal sein. Noch mehr einst hochklassig spielende Akteure kann keine andere Mannschaft in der Liga vorweisen. Für die Spitze reicht es in dieser Saison für Bottwartal bisher trotzdem nicht. Platz fünf und nur ein Punkt mehr als der TVB ist zu wenig für den selbst ernannten Aufstiegskandidaten. Zu launisch zeigte sich bislang das Team der Spielertrainer Dennis Saur und Benjamin Krotz. Zuletzt setzte es eine überraschende 34:37-Pleite in Schwaikheim. Auch die Bittenfelder landeten in der Hinrunde bei der SG einen Überraschungscoup (25:23).

Fehlen werden diesmal beim TVB II, dem Team von Trainer Jens Baumbach, Marco Schiller (Patellasehnen-Entzündung) und Kilian Berger (Bänderriss). Nicht mehr mit dabei sind Martin Kienzle und Michael Seiz. Sie starten mit dem Zweitligateam in die Rückrundenvorbereitung.

TSF Ditzingen (14. Platz, 7:23 Punkte) – SF Schwaikheim (9. Platz, 14:16 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr). Beim wichtigen 37:34-Heimerfolg gegen die SG Bottwartal haben die Sportfreunde mit einer sehr guten Angriffsleistung überzeugt. Schwaikheim war den Gästen als Team überlegen, während jene sich auf ihre individuelle Klasse verließen. Nun wartet mit den TSF Ditzingen eine Mannschaft, die ebenfalls auf mannschaftliche Geschlossenheit baut. Mehrere knappe Niederlagen haben dazu geführt, dass die Gastgeber bislang lediglich sieben Zähler gesammelt haben. Das Team muss gegen Schwaikheim punkten, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu halten.

Mit Spielertrainer Matthias Heinecke und Torhüter Johann Tomitzni verfügen die Ditzinger über Akteure, die eine Partie allein entscheiden können. Allerdings gehen auch die SF motiviert in die Partie. Mit einem Sieg hätte die Mannschaft von Coach Tobias Mühlpointner, der den Verein zum Saisonende verlassen wird (siehe unten), ein ausgeglichenes Punktekonto. Dann könnten die SF optimistisch ins Derby am folgenden Wochenende gegen Waiblingen gehen. Das Vorrundenspiel gegen Ditzingen gewannen sie 31:29. Verletzungsbedingt wird weiterhin Simon Bayha fehlen. Hannes Bayha, Mike Gronwald und Fabian Bayha haben unter der Woche aus gesundheitlichen Gründen nicht trainiert.

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Robin Brugger (Mitte) und Waiblingen haben am Samstag die Möglichkeit, den
Tabellendritten Weilstetten weiter zu distanzieren. Foto: ZVW

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