M1 – Diesmal stehen Zeichen auf Waiblinger Sieg

23. Januar 2015

Der VfL ist deutlicher Favorit im Derby bei den SF Schwaikheim in der Fritz-Ulrich-Halle

An Spiele in Schwaikheim haben die Handballer des VfL Waiblingen keine guten Erinnerungen. Diesmal aber könnte es klappen mit dem Auswärtssieg im Württembergliga-Derby. Der Tabellenzweite präsentiert sich in überragender Form, während die Sportfreunde schwächeln.

SF Schwaikheim (10. Platz, 14:18 Punkte) – VfL Waiblingen (2. Platz, 26:6 Punkte; Sonntag, 17 Uhr). Es ist das eingetreten, was die Schwaikheimer unbedingt vermeiden wollten: Sie sind im Abstiegskampf angekommen. Eine ebenso überraschende wie herbe 16:26-Klatsche setzte es beim Vorletzten Ditzingen. „Ich hatte die Punkte schon einkalkuliert“, sagt SF-Trainer Tobias Mühlpointner. „Es war ein kollektives Versagen im Angriff, wir haben uns sehr dumm angestellt. Der gegnerische Torwart [David Thomitzni] hat uns alle Zähne gezogen.“ Die Niederlage sei sehr ärgerlich. Denn in den kommenden Spielen warten wesentlich besser einzuschätzende Gegner.

Zum Beispiel am Sonntag der Tabellenzweite VfL Waiblingen, der im Januar fast durchweg mit Topleistungen überzeugt hat. „Der Gegner ist klarer Favorit, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Unsere Chancen, zu gewinnen, sind sehr gering.“ Und das trotz hervorragender Punktausbeute gegen den VfL in der Fritz-Ulrich-Halle. Doch so hervorragend besetzt wie in dieser Saison sei der Gegner noch nie gewesen, argumentiert Mühlpointner.

In der Vorrunde kam Schwaikheim in Waiblingen mit 18:30 unter die Räder. Allerdings fehlte dort der SF-Leistungsträger Chris Hellerich. Er wird diesmal wieder auf dem Feld stehen. Dafür fallen Simon und Hannes Bayha (Finger- beziehungsweise Zahnverletzung) sowie Timo Wissmann (Nasenbruch) aus. Der Einsatz
von Simon Lorenz (krank) ist fraglich.

Eine Chance für die Sportfreunde sähe Mühlpointner: wenn Waiblingen den Fehler beginge, sie zu unterschätzen. „Und gegen stärkere Gegner tun wir uns manchmal leichter als gegen schwächere.“

Der VfL allerdings wird mit großem Selbstbewusststein anreisen. Dieses hat er sich in den vergangenen Partien verdient. Beeindruckend war am Samstag die Vorstellung im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten TV Weilstetten. In der Hinrunde hatte Waiblingen noch verloren, diesmal fertigte das Team den Gegner mit 31:23 ab. Sehr zur Freude von VfL-Coach Michael Abele: „Die Abwehr war gut über 60 Minuten.“ Nach der Pause hätten die Waiblinger auch im Angriff überzeugt. Der Sieg war sehr wichtig, was das Saisonziel Aufstieg angeht. „Wir haben jetzt auch den direkten Vergleich mit Weilstetten gewonnen, das entspricht einem zusätzlichen Punkt. Den zweiten Platz haben wir gefestigt, jetzt können wir den ersten angreifen.“

Die Waiblinger sind obenauf, doch zumindest der Trainer macht nicht den Eindruck, als würde er den kommenden Gegner unterschätzen. Die bittere Niederlage für Schwaikheim in Ditzingen und die prekäre Tabellensituation der SF machte die Partie für Waiblingen nicht einfacher. Zudem sei der Gegner sehr heimstark und mit Chris Hellerich ein ganz wichtiger Spieler wieder mit dabei.

Wie stets gegen Schwaikheim, rechnet Abele mit einer kampfbetonten Partie. Der Siegeswillen und die kämpferische Einstellung seien bei Waiblingen vorhanden. „Wir werden aber wieder eine hundertprozentige Leistung abrufen müssen, um die zwei Punkte zu holen.“ Personell hat der VfL anders als der Gegner keine Probleme.

TV Bittenfeld II (6. Platz, 17:15 Punkte) – TSF Ditzingen (14. Platz, 9:23 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr). Ohne echte Siegchance blieb der TV Bittenfeld II beim Topteam SG Bottwartal. 31 Gegentore waren für die sonst so stabile TVB-Defensive letztendlich zu viel (27:31). Der kommende Gegner TSF Ditzingen befindet sich auf einem Abstiegsplatz, ließ aber am Wochenende mit einer sensationellen Defensivarbeit aufhorchen. Nur 16 Gegentore ließ der Tabellenvorletzte gegen die Sportfreunde Schwaikheim zu und gewann 26:16.

Entsprechenden Respekt hat der TVB-Trainer Jens Baumbach vor der kommenden Aufgabe: „Ditzingen hat ein großes Kämpferherz und mit Thomitzni einen Torhüter, der an einem guten Tag ein Spiel entscheiden kann.“ Größeren Kampfgeist will Baumbach wieder von seiner Truppe sehen. Zumal die Personallage alles andere als optimal ist. An den Ausfall von Julian Linsenmaier habe sich die Mannschaft inzwischen gewöhnt. Mit Kilian Berger (Bänderriss) und Marco Schiller (Patellasehnen-Entzündung) fallen aber zwei weitere Spieler aus.

Außerdem plagen sich die Leistungsträger Tom Kuhnle (Leistenprobleme), Marvin Gille (Bauchmuskelzerrung) und Mark Leinhos (Schulterprobleme) mit leichten Problemen herum. Vermutlich werden aber alle drei auf die Zähne beißen. In der Vorrunde siegte Bittenfeld II in Ditzingen hauchdünn mit 27:26.

ZVW-2015-01-23

Ein kampfbetontes Derby ist wie gewohnt zu erwarten, wenn die SF Schwaikheim
(links Simon Lorenz, Einsatz fraglich) auf den VfL Waiblingen (rechts Felix Günthner)
treffen. Wenn alles normal läuft, sollten diesmal die Gäste des VfL die Oberhand
in der Fritz-Ulrich-Halle behalten. Foto: ZVW

Quelle: ZVW.DE vom 23.01.2015

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