M1 – Der Klassiker steht an: Waiblingen gegen Bittenfeld

30. Januar 2015

VfL voraussichtlich in Bestbesetzung, TVB II mit großen Sorgen 

[twa/pm] Mehr Derby geht kaum: Die Partien zwischen dem VfL Waiblingen und dem TV Bittenfeld sind stets von der speziellen Sorte. Am Freitag (20 Uhr) ist es in der Rundsporthalle wieder soweit: Der Tabellenzweite VfL ist gegen die ersatzgeschwächte Zweitliga-Reserve des TVB in der Favoritenrolle – allerdings auch gewarnt nach der jüngsten Derby-Pleite in Schwaikheim.

logo-TV-Bittenfeld-180x180VfL Waiblingen (2. Platz, 26:8 Punkte) – TV Bittenfeld II (6. Platz, 19:15 Punkte/Freitag, 20 Uhr). Die 21:25-Niederlage des Aufstiegskandidaten VfL Waiblingen bei den Sportfreunden Schwaikheim war – zusammen mit dem 39:34-Sieg des Schlusslichts Fridingen gegen Weinsberg – die Überraschung des 17. Spieltags. Der Waiblinger Trainer war nach dem Auftritt seiner Mannschaft bedient. „Das war eine indiskutable Leistung, was den verdienten Sieg der Schwaikheimer aber nicht schmälern soll“, sagt Michael Abele. „Es hat überhaupt nichts funktioniert, wir haben von Beginn an keinen Zugriff bekommen.“ Wie immer, wenn’s schlecht laufe, komme am Ende die eine oder andere blöde Aktion oder auch ein Pfiff hinzu. „Und plötzlich ist das Spiel aus und man hat verloren.“

Unter der Woche sei das Spiel „abgearbeitet“ worden – im wahrsten Sinne des Wortes. Anders ausgedrückt: Es wurde ordentlich rangeklotzt. Abele hofft, dass spätestens nach dieser Niederlage jedem Spieler klar ist, dass gegen jeden Gegner hundert Prozent Einsatz nötig ist. Von einem Warnschuss zur rechten Zeit indes möchte er nichts wissen. „Die Frage ist, wie viele es davon noch braucht.“

Nach Schwaikheim steht jetzt bereits das nächste Derby an – gegen ein Team, dem Abele mit großem Respekt begegnet. „Waiblingen gegen Bittenfeld ist immer etwas ganz Besonderes.“ Im Hinspiel hatte der VfL beim 27:24 knapp die Nase vorne nach einem umkämpftem Match, in dem den Bittenfeldern in der Schlussphase ein bisschen die Kraft ausging. „Da haben wir wie Breite unseres Kaders ausgenützt.“ Diesen Vorteil dürften die Waiblinger auch im Rückspiel wieder haben, personelle Probleme gibt’s nicht. Bei den Bittenfeldern schon. Für Abele ist das allerdings kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. „Ich gehe davon aus, dass die Bittenfelder genügend spielfähiges Personal haben werden.“

Personell arg gebeutelt mussten die Bittenfelder gegen die TSF Ditzingen antreten – und siegten dennoch mit 28:24. „In Anbetracht unseres Rumpfkaders war das eine sehr gute Leistung“, sagt der Bittenfelder Trainer Jens Baumbach. Gerade einmal acht Feldspieler standen ihm zur Verfügung. Darunter unter anderem der erst 17-jährige Florian Burmeister – und ausgerechnet der Youngster war in der Schlussphase der entscheidende Spieler. Aufsteigende Form zeige derzeit auch Lukas Volz, der gleich zehn Tore erzielte. Für Baumbach ist’s ein Beweis, dass „unsere gute Jugendarbeit Früchte trägt“.

Gegen den „gar nicht so schlechten“ Vorletzten Ditzingen reichte es trotz der ungünstigen Voraussetzungen zu zwei Punkten. „Sehr unwahrscheinlich“ jedoch sei’s, aus der Rundsporthalle etwas mitzunehmen. „Wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen.“ Nach wie vor fehlt Baumbach ein ganzes Team mit Julian Linsenmaier, Kilian Berger, Marco Schiller, Marc Baldauf und den stark gehandicapten Tom Kuhnle, Marvin Gille und Mark Leinhos. „Wir werden kein Risiko eingehen und sie nur einsetzen, wenn es geht.“ Aus dem Zweitligateam ist keine Unterstützung zu erwarten, da der TVB zeitgleich beim Eisele-Cup im Einsatz ist. „Wir sind klarer Außenseiter“, sagt Baumbach. „Aber natürlich werden sich die sieben, die auf dem Feld stehen, zerreißen.“ Ein gutes Spiel wolle seine Mannschaft auf alle Fälle zeigen.

SKV Oberstenfeld (7. Platz, 16:18 Punkte) – SF Schwaikheim (8. Platz, 16:18 Punkte/Sonntag, 17 Uhr). Mit dem Coup im Derby gegen den VfL Waiblingen machten die Sportfreunde Schwaikheim die schwache Vorstellung gegen den Abstiegskandidaten Ditzingen in der Vorwoche wieder wett.

Nun wartet mit dem punktgleichen SKV Oberstenfeld erneut eine Mannschaft auf die Schwaikheimer, die auf erfahrene, hochkarätige Spieler setzt. Im Vorspiel unterlagen die Sportfreunde aufgrund einer schwachen Schlussviertelstunde noch deutlich (26:35). Mit Torhüter Nicolai Uhl, Linkshänder Florian Koch und Rückraum-Shooter Sebastian Sauerland haben die Gastgeber etliche Spieler in ihren Reihen, die ein Spiel alleine entscheiden können. Außerdem sind sie am Kreis mit Güngör Cakar hervorragend besetzt.

Für Schwaikheim kommt es darauf an, wieder in der Abwehr aggressiv zu arbeiten, um den Schnelligkeitsvorteil gegenüber dem SKV Oberstenfeld auszunützen. Für beide Mannschaften geht es darum, mit einem Erfolg den Abstand auf die Abstiegsplätze zu vergrößern. Die SF Schwaikheim müssen weiterhin auf Timo Wissmann verzichten.

Quelle: ZVW, vom 30.01.2015

. Ob Gregor Rentschler und Fabian Bayha spielen können, wird sich erst am Sonntag entscheiden.

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