Wer sich hohe Ziele setzt, darf träumen

1. Dezember 2014

Rolf Brack über Management und Führung im Spitzensport

[ns] Die Ziele, die sich der VfL Waiblingen Handball für die kommenden Spielzeiten gesteckt hat, sind hoch. Doch wie sieht er aus, der Schlüssel zum Erfolg? Rolf Brack, Schweizer Nationaltrainer und Dozent an der Universität Stuttgart, versuchte mit seinem Vortrag „Management und Führung von Spitzenleistungen aus „bracktischer“ Sicht“ Antworten geben.

Er ist ein ganz besonderer Handballtrainer. Bei Spielen ist er nicht auf der Bank zu halten. Er schreit, fiebert mit, leidet und ist ganz bestimmt ein kleines bisschen handballverrückt: Rolf Brack. So leidenschaftlich ist der 60-Jährige jedoch nicht nur bei Spielen seiner Schweizer Nationalmannschaft, sondern auch im Training.

Mit seinen eigenen Philosophien, Ideen und eigenwilligen Trainingsmethoden sucht Brack immer nach der besten Lösung und nimmt sich dabei Zeit für jeden einzelnen Spieler. „Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche und nur so schaffst du das Unmögliche“, verrät Brack am Mittwochabend seine Erfolgsphilosophie. Vor rund 90 Zuhörern referiert er im Forum der Firma Schnaithmann bei der zweiten Kick-Off-Veranstaltung des VfL Waiblingen Handball.

Zu Beginn seiner Vorstellung vergleicht Brack einen professionellen Teamsportverein mit einem Unternehmen. „Es sind dieselben Dinge, die zum Erfolg führen: Qualität, Innovation, Nachwuchsförderung und Motivation“, erklärt Brack. Wichtig sei, die Ressourcen richtig einzusetzen und im Anschluss die Zielerreichung zu kontrollieren, um sich stets verbessern zu können. Dazu benötigt es gezieltes Management und
Kontrolle. Beim Spitzensport sind dies Aufgaben des Trainers.

„Es kommt auf die dauerhaften herausragenden Leistungen, viel Können und Wissen sowie auf die Erfahrungen des Trainers an“, sagt Brack. Somit sind der Schlüssel zum Erfolg innovative Trainermanager, die mit fachlichem Know-how und emotionaler Kompetenz Menschen begeistern und Teams führen können. Für Rolf Brack spielen beim Management von Spitzenleistungen also mehrere Komponenten zusammen. Seine Formel des Erfolgs lautet: „Kombiniere Kreativität mit handballfachlichem und führungspsychologischem Können sowie mit Kontinuität.“

Was Brack damit meint, wird in mehreren Videoausschnitten, die er den Zuhörern während seines Vortrags zeigt, deutlich. Durch innovative Ideen überraschte Bracks Team beispielsweise in einem Spiel gegen Deutschland, indem er den Torwart durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzte, um die Überhand auf dem Feld zu gewinnen. Diese Taktik wurde zuvor im Training genau besprochen und erprobt.

Moderne Technik für die Analyse

Durch teambildende Maßnahmen soll zudem ein Wir-Gefühl entstehen, sodass sich auch auf dem Feld jeder auf jeden verlassen kann. Jedes Training und Spiel werde außerdem aufgezeichnet, um später analysiert zu werden. Auch an der Universität Stuttgart nutzt Brack den neusten Stand der Forschung, um Defizite seiner Spielweisen aufzudecken.

Am Ende seines eineinhalbstündigen Vortrags lobt der Schweizer Nationaltrainer die hohen Ziele, die sich der VfL Waiblingen Handball gesteckt hat: „Es ist wichtig zu träumen. Mit Träumen beginnt die Realität. Ich bin ein Traumverkäufer, denn ich verkaufe attraktive Ziele und bringe sie in das Hirn und das Herz der Spieler.“ Glaubt man Rolf Brack, kann man so alles erreichen.

Rolf Brack
Seit 30 Jahren führt Rolf Brack (61) ein Leben zwischen Trainerbank und Lehrstuhl. Am Institut für Sport und Bewegungswissenschaften der Universität Stuttgart ist Rolf Brack akademischer Oberrat.
1978 wurde Brack die Stelle als Trainer der Handball-Frauenmannschaft in Waiblingen angeboten. Der damals 25- Jährige lehnte ab. Seit 1983 trainierte er Vereine der Regionalliga sowie der ersten und zweiten Bundesliga. Seit 2012 ist Rolf Brack Trainer der Schweizer Handballnationalmannschaft.

Quelle: ZVW vom 01.12.2014

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