M1 – Der VfL Waiblingen will den Pott

19. Dezember 2014

Handball-Verbandspokal, Männer: Final Four an diesem Sonntag in Wolfschlugen

[ms] Eigentlich liegt der Fokus bei den Handballern des VfL Waiblingen auf der Württembergliga, das Ziel ist der Aufstieg. Doch jetzt gibt es unverhofft die Gelegenheit, einen weiteren großen Erfolg zu feiern. Am Sonntag spielt die Mannschaft beim Final Four in Wolfschlugen um den Verbandspokal. „Wir wollen das Ding gewinnen“, sagt Trainer Michael Abele.

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Felix Günthner (Mitte) und der VfL sind wild entschlossen, am Sonntag den
Pokal zu holen. Foto: ZVW

In der Ligastaffel Nord lief’s zuletzt holprig für die davor überragenden Waiblinger. Auf eine 30:37-Pleite bei der SG Bottwartal und dem Abrutschen von der Spitzenposition auf Rang drei folgte ein bitteres 23:25 zu Hause gegen den TV Flein. Das sei eine Niederlage zu viel gewesen, so Abele. Sein Team habe sich eine kleine Schwächephase geleistet. „Gegen Bottwartal hatten wir eine desolate Abwehr. Und gegen Flein hat unser Angriff komplett die Linie verloren.“ Der Gegner habe sich auf das ungewohnt eindimensionale Spiel des VfL einstellen können.

Weil aber auch die Gegner im Kampf um die Tabellenspitze Federn ließen, hat sich die Situation der Waiblinger nicht dramatisch verschlechtert. Wichtig aus VfL-Sicht war der souveräne 32:22-Erfolg im vergangenen Spiel gegen den Vorletzten TSF Ditzingen. Waiblingen demonstrierte alte Stärke in Angriff und Abwehr. In der Tabelle ist das drittplatzierte Team jetzt punktgleich mit dem Zweiten TV Weilstetten (20:6 Zähler) und liegt nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter TSV Schmiden zurück. Abele atmet auf: „Es ist nichts passiert.“ Außerdem ist die Saison noch lang.

Eigentlich stünde am Sonntag das Schlüsselspiel beim Tabellenvierten TSV Weinsberg (18:8 Punkte) auf dem Programm. Doch weil Waiblingen im Verbandspokal dank des 36:32-Erfolges beim Ligakonkurrenten SF Schwaikheim ins Final Four einzog, musste die Ligapartie verschoben werden. Das Spiel in Weinsberg ist auf Dienstag, 6. Januar 2015 (17 Uhr), terminiert worden.

Die Terminkollision war nicht nach dem Geschmack der Waiblinger, der Pokal wird von zahlreichen Mannschaften ohnehin vor allem als Zusatzbelastung empfunden. Doch der VfL hat es unter die letzten vier Mannschaften geschafft, und jetzt will er den Pott freilich auch holen. Gespielt wird am Sonntag in Wolfschlugen.

Favorit auf den Pokalsieg ist der gastgebende TSV, mit 23:3 Punkten Tabellenführer in der Württembergliga-Staffel Süd. Abele kennt die Mannschaft, ein eingespieltes Team, sehr gut aus seiner Zeit beim HC Wernau. Der Heimvorteil der Wolfschlugener ist nicht zu unterschätzen, die Sporthalle gilt als Hexenkessel.

Auf der anderen Seite schätzt Abele die Württembergliga-Staffel Nord stärker ein als die Staffel Süd. Außer Waiblingen steht noch der wiedererstarkte Ligakonkurrent Neckarsulm (11. Platz, 10:16 Punkte) im Final Four. Die SU bekommt es im Halbfinale mit Wolfschlugen zu tun (11 Uhr).

Ein Vorteil für den VfL: Er spielt im Halbfinale gegen den vermeintlich leichtesten Gegner. Der TSV Bönnigheim ist Vierter in der Landesligastaffel I. Abele warnt zwar davor, das klassentiefere Team zu unterschätzen. „Aber wir sind klarer Favorit und müssen gewinnen.“ Die Partie beginnt um 13 Uhr.

Zieht der VfL ins Finale ein, hätte er allerdings wesentlich weniger Zeit zur Regeneration als der Gegner. Das Endspiel um den Pokalsieg wird bereits um 15.30 Uhr gestartet. Abele wischt indes die Zweifel beiseite: „Wir wollen den Pokal gewinnen. Da gibt es kein Vertun.“ Fraglich ist noch der Einsatz der erkrankten Johannes Felden und Valentin Hörer. Ansonsten ist der Waiblinger Kader komplett.

Quelle: ZVW.de vom 19.12.2014

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