F1 – Aufholjagd mit glücklichem Sieg belohnt

1. Dezember 2014

SG VfL Waiblingen – SG BBM Bietigheim2 28:27 (11:15)

Am Ende zählen nur die zwei Punkte, ob glücklich oder unglücklich erzielt, danach frägt in ein paar Tage niemand mehr und so war es der dringend benötigte Sieg vor dem Auswärtsspiel kommenden Freitag bei der Verlustpunkten TG Nürtingen. Durchaus gelungen verlief die Startphase. Simona Pilekova und Sofia Fialekova sorgten für das 2:0. Bis zu Silke Heimburger‘s 5:4 lief es noch einigermaßen nach Plan, ehe die Gäste aus Bietigheim immer mehr das Kommando übernahmen. Über 7:5 setzte sich Bietigheim bis auf 12:8 ab und ging auch mit der klaren vier Tore Führung beim 15:11 in die Halbzeitpause.

Oft genug in den vergangenen Spielen hatte Waiblingen in der ersten Halbzeit dominiert und sich in der zweiten Hälfte die Butter noch vom Brot nehmen lassen. Diesmal forderte Nadir Arif von seinen Mädels das Gegenteil ein. Doch alle guten Vorsätze halfen zunächst nichts. Zwar verkürzte Waiblingen auf 13:15, doch spätestens beim 15:20 in der 40. Minute zweifelten die ersten Waiblinger Anhänger am positiven Ausgang dieses Verfolgerduells. Urplötzlich dominierten die Gastgeberinnen aber ab der 41. Minute die Partie. Katharina Blum und die immer besser werdende Abwehr wurden für acht Minuten zur uneinnehmbaren Festung. Im Angriff startete Waiblingen die so dringend herbeigesehnte Aufholjagd. Seizer, Heimburger, Bier und Schenke, die ganze Mannschaft beteiligte sich am Tore schießen. Auch ein verworfener Siebenmeter bremste den Waiblinger Elan nicht. Carolin Schenke mit dem Ausgleich und Annika Bier mit der Führung drehten das Spiel endgültig. Doch dieser 6:0 Lauf konnte natürlich nicht so weitergehen. In der Schlussviertelstunde entwickelte sich ein dramatisches Drittligaspiel mit ständig wechselnder Führung. Mit einem verwandelten Siebenmeter sorgte Simona Pilekova für die 27:26 Führung und als sie nur 40 Sekunden später zum 28:26 traf, sprach drei Minuten vor dem Ende viel für den VfL. In Überzahl erzielte Bietigheim den 28:27 Anschlusstreffer, doch auch mit der letzten Auszeit konnte Trainer Arif noch nicht über die letzten 100 Sekunden retten. Aber auch Bietigheim konnte seinen letzten Angriff nicht mehr erfolgreich abschließen und der VfL brauchte nur noch die letzten Sekunden herunterzuspielen.

Um am kommenden Freitag beim Tabellenführer bestehen zu können, bedarf es sicherlich noch einer Leistungssteigerung, doch immerhin hielt das Nervenkostüm in der Generalprobe stand.

SG Waiblingen: Blum, Fleischer, Bier 4/2, Straub, Heimburger 3, Beyerle 1, Frick 2, Seizer 1, Schenke 4, Fialekova 6/1, Pilekova 7, Hiller, Goldmann, Hagen

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