M1 – Kopflos und ohne Abwehr

30. November 2014

 SG Bottwartal – VfL Waiblingen Handball 37:30 (18:18)

[fa] Als Waiblingen nach vier Minuten mit 4:0 führte rechnete niemand mit dem Drama das folgen sollte, genaugenommen waren es sogar zwei Dramen: ein sechsminütiger Totalblackout Mitte der ersten Halbzeit sowie ein zweiter Kompletteinbruch Mitte der zweiten Hälfte, der zwar nicht so krass war aber umso länger.

Logo-SG-Bottwartal-180x180Nichts deutete nach der 4:0 Führung auf irgendwelche Probleme hin. Schön und einfach herausgespielte Tore, zudem saß Bottwartal’s starker Torhüter Benjamin Krotz krank lediglich auf der Bank und hinter den eigenen Abwehrreihen stand ein äußerst gut aufgelegter Stefan Doll, der nicht nur den ersten Siebenmeter parierte sondern reihenweise Bottwartaler Rückraumwürfe entschärfen konnte. Nur das eigene Umschaltverhalten von Angriffsmodus auf Abwehrformation machte von Beginn an große Sorgen. Der VfL hatte 60 Minuten enorme Schwierigkeiten mit der schnellen Mitte und den zahlreichen Schnellangriffen der Gastgeber und dies obwohl Bottwartal sicherlich zu den ältesten Mannschaften der Liga gehört. Bis zur 11:8 Führung in der 17. Minute war alles im grünen Bereich. Danach folgte ein sechsminütiges Debakel, das sicherlich niemand dem VfL zugetraut hatte. Bereits in der 18. Minute, die Gäste führten noch mit 11:10, versuchte Trainer Michael Abele, seine Mannschaft in einer Auszeit neu einzustellen, doch dies misslang völlig. Es gibt im Handball öfters Phasen, wo man in sechs Minuten keinen Treffer erzielt, dass man aber in einer so kurzen Spielzeit sage und schreibe zehn eigene Angriffe binnen weniger Sekunden abschließt, ohne bei einem einzigen Wurfversuch Torgefahr auszustrahlen ist nicht zu erklären. Genau so abrupt wie diese Horrorphase beim 11:8 begonnen hatte, endete sie beim 16:11. Als ob ein Schalter umgelegt worden wäre, zeigten die Gäste ihr bestes Gesicht. Ein Hattrick von Markus Schumacher war die Initialzündung für die Aufholjagd. Der sehr selbstbewusst auftretende und treffsichere Christian Tutsch erzielte schließlich den 17:17 Ausgleich und zeichnete auch verantwortlich für den Treffer zum Halbzeitstand von 18:18.

Nach dem 23:24 in der 40. Minute folgte die zweite Waiblinger Schwächephase. Gegen die nun zum Teil doppelte Manndeckung der SG Bottwartal bäumten sich die Waiblinger Angriffsspieler viel zu wenig auf, zeigten viel zu wenig Laufbereitschaft und haderten oft mit dem sichtlich völlig überforderten Schiedsrichtergespann. Die SG zog auf 28:23 davon und sichtbar schien sich nur Valentin Hörer gegen die sich abzeichnende Niederlage zu wehren. Dem 13fachen Torschützen gelang zwar sicherlich nicht alles, es war aber mehr als beeindruckend wie Hörer immer wieder versuchte, gegen das Abwehrbollwerk anzukämpfen und dies auch oft mit großem Erfolg. So hielt Hörer bis zum 30:34 ein Fünkchen Hoffnung am Leuchten, ehe Bottwartal den Sack endgültig zumachte.

Dies war eine sehr schmerzhafte Niederlage, die deutlich macht, dass der VfL kaum den krankheits- und verletzungsbedingten Ausfall von Ladislav Goga und Johannes Felden gleichzeitig verkraften kann. Nun folgen zwei Heimspiele, die gewonnen werden müssen.

VfL Waiblingen: Doll, Neckarmann; Brugger, Günthner 3, Hellerich, Mayer, Hörer 13/2, Schumacher 6, Tutsch 5, Baumann 1, Hintennach, Miletic 1, Weckerle 1.

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