M1 – Erst hochklassig, dann hochdramatisch

2. November 2014

VfL Waiblingen Handball – TSV Schmiden 29:28 (15:18)

[fa] Die zweite Waiblinger Hüttengaudi findet erst am kommenden Samstag statt, doch bereits am Sonntag wurde die Waiblinger Rundsporthalle mit weit über 500 Zuschauern zu einem echten Hexenkessel. Das Handballspiel zwischen den beiden zum jetzigen Zeitpunkt besten Mannschaften der Liga hatte alle Zutaten, die man sich von einem Topevent erwarten kann mit dem glücklichen aber nicht unverdienten Ende für den VfL.

Logo-TSV-Schmiden-180x137Von Beginn an wogte das Spiel auf hohem Niveau hin und her. Bis zum 7:7 legte Waiblingen je einen Treffer vor, doch der TSV erzielte postwendend den Ausgleich. Auf Waiblinger Seite war Ladislav der Topschütze in dieser Anfangsphase, während der TSV im erst 17jährigen Philipp Porges einen sicheren Vollstrecker auf Linksaußen hatte. Bis zum 14:13 pendelte die Führung hin und her, vor allem Markus Schumacher und Valentin Hörer erzielten dabei die meisten Treffer. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte allerdings eindeutig den Gästen aus Schmiden. Schmidens Spielmacher Axel Steffens erzielte zwar an seiner alten Wirkungsstätte kein Feldtor, überzeugte jedoch mit zahllosen Kreisanspielen und einer 100%igen Siebenmeterquote. So führten die Gäste zur Pause mit 18:15 und allen Waiblinger Fans war klar, dass noch ein schwerer vor dem VfL stand. Erholt von der Pause erzielten Valentin Hörer und Markus Schumacher quasAi im Duett Treffer um Treffer und sorgten für den 20:20 sowie 22:22 Ausgleich. Im Rausch dieser Aufholjagd zeigte der VfL um die 40. Minute seinen besten Handball. Der mit allen fairen und unfairen gestoppte Kreisläufer Felix Günthner sorgte zusammen mit Marcus Hellerich und Arne Baumann beim 25:23 für die viel umjubelte 2 Tore Führung. Doch spätestens nach Schumachers 26:24 war der Akku bei beiden Mannschaften so gut wie leer. Die bis dahin so hochklassige Partie verlor zwar an Klasse, doch dies wurde durch einen kaum noch auszuhaltenden Spannungsbogen ersetzt. Nach 51 Minuten erzielte der TSV den 26:26 Ausgleich, doch Schumachers elfter und Hörers siebter Treffer brachten nach 56 Minuten erneut die Waiblinger 2 Tore Führung. Die dritte Zweiminutenstrafe und somit die rote Karte gegen Valentin Hörer schien jedoch das Spiel erneut zu kippen. Beim 28:28 nahm Trainer Michael Abele in der Schlussminute seine letzte Auszeit und stimmte seine Mannschaften auf den letzten finalen Angriff ein. Und während sich die Schmidener Abwehr voll auf Topscorer Schumacher konzentrierte, gelang es dem VfL tatsächlich, den Rechtsaußen Christian Tutsch freizuspielen, der zum viel umjubelten 29:28 traf. Auch Schmiden nahm noch seine Auszeit, aber der Waiblinger Abwehr gelang es in den verbleibenden 15 Sekunden, das Spiel mit klugen Fouls zu unterbinden. Es blieb den Gästen nur noch die Chance eines direkten Freiwurfs und mit diesem traf Axel Steffens nur noch den Kopf von Holger Mayer und in der Folge stand die Halle Kopf. Mit den allerletzten Körnern sicherte sich der Gastgeber den so wichtigen Sieg, bescherte damit dem Tabellenführer die ersten Minuspunkte der Saison und übernahm selbst die Spitze.

VfL WN: Doll, Rost; Brugger, Günthner 2, Hellerich 1, Mayer 1, Tutsch 2, Hintennach, Schumacher 11, Schwarz, Hörer 7, Baumann 1, Goga 4/2, Miletic

TSV Schmiden: Krammer, Hammelmann; Abelmann, Papst 2, Laurenz 5, Bürkle 3, Joos 4, Müller 1, Purkert 4/1, Steffens 4/4, Porges 4, Stumpp 1

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