F1-Unglückliche Niederlage in tollem Spitzenpiel

16. November 2014

TSG Ketsch – SG VfL Waiblingen 26:25

[fmo] Stark präsentierten sich die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TSG Ketsch. Doch trotz der bislang besten Saisonleistung stand der VfL am Ende mit leeren Händen da. Die etwas bessere Chancenverwertung gab den Ausschlag für den glücklichen 26:25 (11:14)-Sieg von Ketsch.

Logo-TSG-Ketsch-180x180Beide Mannschaften gingen hochmotiviert und hochkonzentriert ins Gipfeltreffen zwischen Tabellenzweitem und dem Dritten. Die 350 Zuschauern in der Ketscher Neurott-Halle bekamen beste Werbung für den Frauenhandball geboten. Beide Abwehrreihen standen überragend. Dem VfL gelang es, die gefürchtete erste Welle des Gastgebers komplett zu unterbinden. Ketsch musste früh den verletzungsbedingten Ausfall ihrer Spielmacherin verkraften, kompensierte dies aber mit einer „Jetzt-erst-Recht“-Reaktion. Waiblingen überzeugte mit variablem Spiel – mal mit viel Tempo, dann wieder mit viel Geduld, bis sich die Chance auf den Torabschluss ergab. Bis zum 11:10 legte meist der Gastgeber ein bis zwei Treffer vor, doch die letzten fünf Minuten vor dem Pausenpfiff gehörten Waiblingen. Carolin Schenke machte ihrer bislang bestes Spiel im VfL-Dress und traf zur 14:11-Halbzeitführung ihres Teams.

Auch im zweiten Durchgang blieb es eine hochklassige Partie auf Zweitliga-Niveau. Waiblingen erhöhte bis zur 34. Minute auf 16:12. Doch der Gastgeber kämpfte sich zurück. Während der VfL nun die eine oder andere Chance liegen ließ, rückte Ketsch mit viel Druck und der wurfkräftigen Halblinksspielerin Christina Wilhelm Tor um Tor heran. Beim 18:18 war alles wieder offen und die Spannung ging ihrem Höhepunkt entgegen. Der VfL führte nach 50 Minuten beim 23:21 nochmals mit zwei Toren, überwand wenig später auch eine doppelte Unterzahl mit einem 1:1 hervorragend. Doch die intensive Abwehrarbeit kostete viel Kraft, zudem fiel eine Viertelstunde vor Spielende auch noch Mara Seitzer verletzt aus. Waiblingens Coach Nadir Arif wechselte für den letzten Angriff beim Stand von 25:26 die siebte Feldspielerin ein. Doch der Ausgleichstreffer sollte nicht mehr fallen. Er wäre mehr als verdient gewesen.

So aber stand der VfL nach einem begeisternden Handballspiel mit leeren Händen da und hat nun fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Nürtingen. Doch der tolle Auftritt in Ketsch sollte nach der ersten Enttäuschung über das Ergebnis Auftrieb für den weiteren Saisonverlauf geben. Co-Trainer Stephan Meiser blickt jedenfalls zuversichtlich auf das nun anstehende Auswärtsspiel beim punktgleichen HCD Gröbenzell. „Wenn wir die gleiche Leistung wie in Ketsch abrufen, werden wir dort keine Probleme bekommen.“

VfL Waiblingen: Blum, Fleischer – Bier (4/2), Heimburger (2), Beyerle (1), Frick (4), Seitzer, Schenke (5), Fialekova (6), Pilekova (3) S. Hiller, Goldmannn.

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