F1 – Neun Tore-Führung verspielt

13. Oktober 2014

SG Nußloch – SG VfL Waiblingen 36:33

[fmo] Einen unerwarteten Rückschlag erlitten die Handballerinnen des VfL Waiblingen. Beim bislang punktlosen Aufsteiger SG Nußloch gab der Drittligist trotz einer 20:11-Halbzeitführung in den letzten zehn Minuten das Spiel noch ab und kassierte die erste Saisonniederlage. Das 33:36 war ebenso unnötig wie lehrreich für Waiblingens Trainer und Mannschaft. In dieser Woche wird die Partie gründlich analysiert, um eine Wiederholung in der Zukunft auszuschließen.

Der VfL hatte eine nahezu perfekte erste Halbzeit. Die erste Welle funktionierte und die Abwehr stand ordentlich. Zwar kassierte Waiblingen auch hier schon einige einfache Tore. Der VfL zwang den Gastgeber jedoch zu 14 Fehlpässen, für die Nußloch im Gegenzug zumeist auch bestraft wurde. Nach nur 18 Minuten führte der Gast bereits mit 16:7, die allermeisten hakten da wohl schon den fünften Saisonsieg des VfL ab. In der ohnehin nur wenig besetzten Halle war es mucksmäuschenstill angesichts der Überlegenheit der Waiblingerinnen. Der Trefferabstand erhöhte sich bis zum Pausenpfiff zwar nicht weiter (20:11), aber nichts deutete darauf hin, dass hier noch etwas anbrennen könnte.

Doch ein Handballspiel dauert eben 60 Minuten. Und auch am Tag danach konnte sich Waiblingens Co-Trainer Stephan Meiser noch immer keinen rechten Reim darauf machen, was vor allem in den letzten zwölf Minuten passierte. Klar waren ihm und Chefcoach Nadir Arif jedoch, dass das VfL-Team die Partie nach der hohen Pausenführung offensichtlich zu locker nahm. Zunächst war es nur ein schleichender Prozess. Hier mal ein vermeidbares Gegentor, dort in der Abwehr mal nicht richtig hingelangt. Trotzdem schien aber alles gut zu gehen, denn eine Viertelstunde vor Spielende führte Waiblingen noch immer deutlich mit 29:22. Doch danach nahm das Unheil aus VfL-Sicht seinen Lauf. Nußloch stellte in der Abwehr um, unterband nun die gefährlichen Gegenstöße des VfL erfolgreich. Im Angriff unterliefen der SG keine Abspielfehler mehr. Auch die Halle wachte nun auf und feuerte die Heimmmannschaft an. Die zuvor gezeigte Souveränität auf Waiblinger Seite war wie weggeblasen, das Team nun völlig verunsichert. Steffi Frick erzielte in der 50. Minute noch das 30:25, danach ging aber nichts mehr. Der VfL kassierte etliche Zeitstrafen, musste in den letzten zehn Minuten permanent in Unterzahl spielten. Auch ging den angeschlagen in die Begegnung gegangenen VfL-Spielerinnen die Luft aus und die Konzentration verloren. Aus dem Positionsspiel im Angriff ging keine Gefahr mehr fürs Nußlocher Tor aus. Unterstützt von den Zuschauern spielte sich der Aufsteiger in den letzten Minuten in einen Rausch und schaffte es tatsächlich noch, eine verloren geglaubte Partie zu drehen. 25 Gegentreffer in einer Halbzeit, davon 11 in den letzten knapp zehn Minuten – das sagt eigentlich schon alles aus. Eine absolut vermeidbare und auch nicht erwartete Niederlage für die Waiblingerinnen, für die es nun gilt, das Spiel gründlich zu analysieren, damit sich solch einen Fehler in der Zukunft nicht wiederholt. „Wir werden unsere Lehren daraus ziehen“, so Co-Trainer Meiser. „Ein zweites Mal wird uns das nicht passieren“. Sollte es auch nicht, wenn der VfL weiterhin oben mitspielen will. Denn am kommenden Sonntag kommt mit dem TSV Kandel der nächste vermeintlich leichtere Gegner in die Rundsporthalle (Anpfiff 17 Uhr).

VfL Waiblingen: Blum, Fleischer – Bier, Schmidt, Heimburger (6), Beyerle (6), Frick (5), Seitzer (5), Schenke (3), Fialekova (7), S. Hiller, Goldmann (1), Hagen, A. Hiller.

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