Leukefeld berät den VfL Waiblingen

18. Juli 2014

Mit Schulungen und Fortbildungen soll der frühere Frauen-Bundestrainer nicht nur den Jugendbereich nach vorne bringen

Einst war die Handball-Jugend des VfL Waiblingen spitze in Deutschland. Inzwischen ist nicht mal mehr jede Altersklasse besetzt. Um dem Jugendbereich Beine zu machen und die Aktiven wieder in die Bundesliga zu bringen, hat sich der neue Verein VfL Waiblingen Handball die Hilfe eines ehemaligen Bundestrainers gesichert. Sportlicher Berater ist ab sofort Dago Leukefeld.

Mit dieser Personalie ist dem Club ein echter Coup gelungen. Der ehemalige Bundestrainer der Frauen und Juniorinnen kennt den VfL schon seit Jahrzehnten. „Ende der 90er war ich ganz oft in Waiblingen.“ Damals war Leukefeld für die weibliche DHB-Jugend zuständig. Die weibliche A-Jugend des VfL wurde unter Coach Jürgen Krause Deutscher Meister, zur goldenen Generation gehörten unter anderem die späteren A-Nationalspielerinnen Maren Baumbach sowie Trainertochter Nadine Krause, die es bis zur Welthandballerin brachte.

Dass Leukefeld jetzt auch für den VfL aktiv ist, geht auf die Initiative von Nadir Arif zurück. Er coacht die Frauenmannschaft, ist Jugendkoordinator und für den Frauenbereich im Verein zuständig. In seiner Zeit bei den Stuttgarter Kickers lernte er Leukefeld, der dort und beim VfL Sindelfingen arbeitete, kennen und schätzen.

Für diesen war es keine schwierige Entscheidung, als sportlicher Berater in Waiblingen zu fungieren: „Der VfL hat in Deutschland immer noch einen sehr, sehr guten Ruf.“ Leukefeld soll insbesondere dabei helfen, den Jugendbereich zu stärken, nicht nur bei den Mädchen, auch bei den Jungs. Teams aller Altersklassen sollen bald wieder in hohen Ligen spielen.

Der neue Berater nimmt die Arbeit der Jugendtrainer unter die Lupe

Heiße Luft produziert der inzwischen in Erfurt wohnende Fachmann nicht. In strukturierten Worten umreißt er sein Aufgabengebiet. Geplant ist, dass er fünf Tage pro Monat vor Ort ist. Bis etwa September wird er die Arbeit der VfL-Jugendtrainer unter die Lupe nehmen, um sich ein Bild von der fachlichen Kompetenz zu machen. Im nächsten Schritt ist ein individuelles Coaching der Trainer geplant. Auch interne Fortbildungen will Leukefeld anbieten. Frauencoach Arif, der erst 31 Jahre alt ist, sagt, er werde sich ebenfalls Tipps holen.

Später sollen externe Seminare, also auch für Trainer aus anderen Vereinen, hinzukommen. Leukefeld: „Ich sage immer: Investiert in eure Jugendtrainer. Sie haben eine ganz wichtige Funktion.“ Wer als Jugendlicher gut betreut wird, bleibt dem Handball erhalten, im Idealfall sogar dem ausbildenden Verein. Identifikation mit einem Club ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Daran ist dem VfL sehr gelegen, denn früher haben große Talente Waiblingen regelmäßig verlassen, um woanders sportlich Karriere zu machen. Künftig soll der Nachwuchs für die Aktivenmannschaften, die in absehbarer Zeit wieder in der Bundesliga spielen sollen (siehe Artikel rechts), möglichst aus der eigenen Jugend kommen. Außerdem will der VfL attraktiv werden für Talente aus der Region, Leukefeld wird bei der Spielersuche helfen. Wer leistungsorientiert trainieren möchte, also nicht nur zweimal pro Woche, soll die Möglichkeit dazubekommen.

Dafür muss der Jugendbereich ausgebaut werden, der VfL benötigt weitere Trainer. Das Projekt kostet Geld. Leukefeld sagt, er werde seine Erfahrung im Bereich Marketing einbringen. Leßig ergänzt: „Der Freundeskreis unterstützt uns tatkräftig, der Beirat auch und wir haben Sponsoren, die wir so gut wie alle halten konnten.“ Weitere sollen gewonnen werden.

Stand Dienstag hatte der neue VfL 161 Mitglieder. „Aber ich bekomme pro Tag fünf bis zehn Anträge.“ Viele werden folgen, denn auch alle Spieler müssen Mitglied im Verein sein. Der Beitrag sei nicht teuer: „Jugendspieler zahlen bei uns zehn Euro im Monat, Aktive 180 Euro im Jahr.“ Einen Nachlass gibt es, wenn jemand gleichzeitig Mitglied im alten VfL Waiblingen bleibt.

Die Handballer blicken in eine rosige Zukunft. Und mit Leukefeld ist jetzt jemand da, der Fachwissen bietet, ohne Demagoge zu sein: „Ich werde nicht den Deckel von oben draufsetzen, sondern bin für alle Wünsche von Trainern und Verein offen.“

Quelle: ZVW vom vom 18.07.2014 Mathias Schwardt

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